Klosterneuburg: Impfstart unter den Augen des Ministers. Im Beisein von Gesundheitsminister Rudolf Anschober wurden im „Agnesheim“ Bewohner und Mitarbeiter geimpft.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 20. Januar 2021 (03:24)
Personal und Direktion des „Agnesheims“ freute sich über den Besuch von Gesundheitsminister Anschober (Grüne), Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) (l.) und Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) (r.).
Hornstein

„Die Impfung ist der eigentliche Schlüssel für die Wende in der Krise. Im Frühling des Vorjahres haben wir davon geträumt. Die Chance müssen wir jetzt gemeinsam nützen.“ So die ersten Worte des Gesundheitsministers Rudolf Anschober (Grüne), der bei einem persönlichen Lokalaugenschein ins Agnesheim lud.

Die Corona-Schutzimpfung läuft nun in Österreich im Regelbetrieb. Trotz komplexer Liefer- und Lagerbedingungen des Impfstoffs, der noch limitiert verfügbar ist, werden täglich immer mehr Menschen geimpft.

„Im Frühling des Vorjahres haben wir davon geträumt. Die Chance müssen wir jetzt gemeinsam nützen.“ Rudolf Anschober, Gesundheitsminister (Grüne)

Im Klosterneuburger „Agnesheim“ wurden in der Vorwoche 84 Dosen verimpft, 47 davon erhielten die Bewohner. Weil es im Heim „60 bis 65 Prozent Demenzkranke“ gebe, gestalte sich die Aufklärungsarbeit zu den Impfungen schwierig, sagte Heimleiter Michael Strozer. „Wir wollen da nicht drüberfahren“, so Strozer. Die Erfahrungen bei der Bestellung des Impfstoffes seien durchwegs positiv gewesen, ein weiterer Impftermin wurde bereits festgelegt.

Im ersten Quartal dieses Jahres – also bis Ende März – sollen 600.000 Menschen in Österreich eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben, verspricht der Gesundheitsminister. Bis Ende des Quartals sollen 1,2 Millionen Impfdosen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna geliefert werden. Aber auch vom bisher noch nicht zugelassenen Impfstoff der Firma „AstraZeneca“ sind „hohe Bestellungen getätigt worden.“ Das Impftempo hinge von der Lieferung ab. Ab dem zweiten Quartal soll es aber „massive Liefersteigerungen“ geben, weil Österreich im Rahmen der EU-Zusatzbestellung bei Biontech/Pfizer 3,8 Millionen Dosen angefordert habe.

„Die Impfbereitschaft wird mit jedem Stich größer. Die Impfung ist der letzte Puzzlestein in die richtige Richtung“, so die für Pflege zuständige niederösterreichische Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Für Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) gilt es nun, die Impfstrategie des Bundes umzusetzen und auf die Experten zu hören.