"Mahlzeit, Kollegen!". FPÖ-Stadtrat Pitschko wettert gegen die Erhöhung des Mittagstisch-Zuschusses für die Mitarbeiter der Stadtgemeinde.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 16. Oktober 2014 (07:00)
NOEN, NÖN
Versteht den Versorgungswillen des Bürgermeisters für seine Gemeindemitarbeiter nicht: FP-Stadtrat Josef Pitschko.

Große Betriebe haben eigene Kantinen, in denen sich die hungrigen Mitarbeiter laben können. Die Stadtgemeinde hat das nicht. Deswegen wird den Mitarbeitern der Stadtgemeinde ein Essenzuschuss gewährt, der bei der letzten Gemeinderatssitzung auf 3,50 Euro pro Mahlzeit erhöht wurde. Das stieß bei der FPÖ auf Missbilligung. Stadtrat Josef Pitschko: „Auch die höchsten und bestverdienenden Mitarbeiter der Stadtgemeinde erhalten diesen Zuschuss.“

Der Gemeinderat beschloss eine Erhöhung des Zuschusses zum Mittagstisch um 17 Prozent auf 3,50 Euro. Seit dem Jahr 1996 sei dieser Zuschuss um insgesamt 60 Prozent erhöht worden. FPÖ-Stadtrat Josef Pitschko kritisierte das Ausmaß der Erhöhung und insbesondere die Zahlung des Zuschusses auch an die höchsten und bestverdienenden Mitarbeiter der Stadtgemeinde. Pitschko: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Stadtamtsdirektor einen Zuschuss von 3,50 Euro zum Mittagessen erhält.“

Selbstbedienungsladen Stadtgemeinde

Als bezeichnend für den „Selbstbedienungsladen Stadtgemeinde“ erachtete der freiheitliche Stadtrat auch, dass ihm weder der Bürgermeister noch ein anwesender Beamter sagen konnten, wie viel die Gemeinde für Essenzuschüsse ausgibt und wie sich die Erhöhung finanziell auswirkt. Pitschko: „Das war allen anderen Gemeinderäten anscheinend auch völlig egal. Mit Ausnahme der FPÖ stimmten alle Fraktionen für die Erhöhung.“

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager stellt sich natürlich hinter seine Mitarbeiter: „Die Kritik ist an Sinnlosigkeit nicht zu überbieten, und es tut mir leid, wenn die Mitarbeiter des Rathauses unter Wahlgeplänkel zu leiden haben. Die Erhöhung sind nichts weiters als Anpassungen an gestiegene Kosten, die jeder beim tagtäglichen Einkauf auch nachvollziehen kann.“