40 Tage des starken Willens in Klosterneuburg. Immer mehr Menschen nutzen die Zeit, um sich etwas Gutes zu tun – Auch die Landeshauptfrau und der Stadtchef.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 17. April 2019 (03:13)
NÖN

Kein Alkohol, kein Zucker, kein Fleisch oder auch weniger Handynutzung oder keine Zigaretten – Immer mehr Menschen nutzen die – eigentlich religiöse – Fastenzeit, um sich und ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Auch so mancher bekannte Klosterneuburger hat beschlossen, in dieser Zeit auf die ein oder andere Versuchung zu verzichten.

Fasten sollte ein Herzensanliegen sein. Diesen Rat gibt Coach Thomas J. Nagy allen mit, die auch die letzten Tage der selbst gewählten Enthaltsamkeit ohne Ausrutscher überstehen wollen. Und auch wenn man einmal nicht der Versuchung widerstehen konnte, sollte man das nicht zu ernst nehmen. „Man darf nicht auf sich selbst bös sein, wenn man einmal sündigt, und vor allem keine Geißelung daraus machen“, erklärt Nagy. Und am wichtigsten: „Am Ende sollte man sich mit etwas Attraktivem belohnen. Allerdings nicht unbedingt mit einer Torte, sondern vielmehr sollte man sich etwas Schönes gönnen.“

„In der Fastenzeit bleibt der Deckel drauf“

Zwei Klosterneuburger, die es bereits geschafft haben, den Versuchungen zu widerstehen, sind Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager.

Eine Versuchung, die wahrscheinlich auch für viele Klosterneuburger unwiderstehlich ist, ist für Mikl-Leitner Schokolade. Aber in der Fastenzeit blieb sie standhaft. Von Aschermittwoch bis Palmsonntag verzichtete sie freiwillig auf die süße Nervennahrung. Erst nach der 40-tägigen Pause gönnte sich Mikl-Leitner wieder diese Versuchung. „In der Fastenzeit blieb auf der Schokolade der Deckel drauf“, freute sich Mikl-Leitner aber auch schon wieder auf das Ende ihrer Schoko-Pause.

„In der Fastenzeit geht es um bewussten Verzicht. Eine Reduktion zum üblichen Alltag, um dadurch Konzentration auf Wesentliches im Leben zu lenken.“ Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager

Schmuckenschlager verzichtete dagegen in der Fastenzeit auf Alkohol – und das schon seit einigen Jahren. Für ihn macht die Fastenzeit diesen Verzicht – auch bei offiziellen Terminen – einfacher. „Würde ich dies
außerhalb der Fastenzeit machen, wäre es aber schon schwierig. So akzeptieret jeder die Idee, und es gibt ja viele, die selbst auf das eine oder andere verzichten“, weiß Schmuckenschlager.

Ihm geht es aber beim Alkoholverzicht nicht nur um den gesundheitlichen Aspekt, der natürlich damit einhergeht. „In der Fastenzeit geht es um bewussten Verzicht. Eine Reduktion zum üblichen Alltag, um dadurch Konzentration auf Wesentliches im Leben zu lenken“, ist Schmuckenschlager überzeugt, durch selbst gewählten Verzicht auch viel gewonnen zu haben.

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