Neues FF-Kommando in Weidling. Da sich Wolfgang Pötsch nicht mehr weiter für die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Weidlings zur Verfügung stellen wollte, wurde nun Gerald Mathuber sein Nachfolger.

Von Thomas Török. Erstellt am 22. Januar 2021 (03:18)
Die Wahl um die Nachfolge von Wolfgang Pötsch (2.v.r.) als neuen Kommandanten der Weidlinger Feuerwehr fiel auf Gerald Mathuber (3.v.l.), dessen Stellvertreter Stefan Kuba (links) wird. Zur Gratulation des neuen Kommandanten kamen Abschnittsbrandinspektor Josef Angelmayer (4.v.l.) und sein Stellvertreter Alexander Gutenthaler (2.v.l.) sowie Vizebürgermeister Roland Honeder (r.).
Török

Andere Zeiten erfordern andere Pläne. In diesem Sinne ist die Weidlinger Feuerwehr in das neue Jahr gestartet. Normalerweise hätte am 15. Jänner die alljährliche Mitgliederversammlung, und in diesem Jahr auch die Wahl des neuen Kommandos, stattfinden sollen.

Um die Sicherheit für alle Kameraden und Kameradinnen zu gewährleisten, wurde jedoch auf die Durchführung der Mitgliederversammlung zum jetzigen Zeitpunkt verzichtet, mit dem Ausblick auf einen anderen Termin im Laufe des Jahres. Da die Wahl natürlich auch nicht ganz normal ablaufen konnte, wurde in der Fahrzeughalle ein Einbahnsystem erstellt und die Zahl der gleichzeitig anwesenden Mitglieder begrenzt.

„Besonders die zehn Jahre als Kommandant sind für mich, wie man sprichwörtlich sagt, „wie im Flug“ vergangen.“ Wolfgang Pötsch ehemaliger FF-Kommandant

Von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr hatten die wahlberechtigten Mitglieder die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben, was auch 51 von 67 Mitgliedern nutzten. Das Wahlkomitee wurde von zwei Kameraden der Feuerwehr Weidling und einem Vertreter der Stadtgemeinde Klosterneuburg gebildet. Für die Stadtgemeinde war Vizebürgermeister Roland Honeder anwesend. Anschließend wurden die Wahlzettel ausgezählt und das Ergebnis an die Mitglieder per Email versendet. Zeitgleich fand auch die Angelobung des neu gewählten Kommandos statt. Gerald Mathuber wurde zum Feuerwehrkommandanten gewählt, mit Stefan Kuba als Stellvertreter. Da der bisherige Kommandant altersbedingt keine volle weitere Amtszeit ausüben hätte können, hatte sich Wolfgang Pötsch dazu entschieden, nicht mehr zur Wahl anzutreten.

Die Mannschaft der Feuerwehr Weidling bedankt sich sehr herzlich bei Wolfgang Pötsch für seinen unermüdlichen Einsatz für die Feuerwehr Weidling und die Weidlinger Bevölkerung. Die größte Aufgabe für Wolfgang Pötsch war sicherlich die Realisierung des neuen Feuerwehrhauses, um die Feuerwehr Weidling auf moderne Beine zu stellen, was auch gut gelang. Unter den Gratulanten fanden sich auch Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Josef Angelmayer und sein Stellvertreter Abschnittsbrandinspektor Alexander Gutenthaler ein.

Pötsch ist seit 1975 aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Im Jahr 2002 wurde er zum Feuerwehrkommandant- Stellvertreter und 2011 zum Kommandanten der Feuerwehr Weidling gewählt. „Besonders die zehn Jahre als Kommandant sind für mich, wie man sprichwörtlich sagt, „wie im Flug“ vergangen und waren eine sehr große Herausforderung mit vielen neuen Erfahrungen“, blickt Pötsch auf seine Zeit als Feuerwehrkommandant zurück.

Wolfgang Pötsch bleibt aktives Mitglied

Wieso sich der Weidlinger um keine weitere Periode als Kommandant bemüht, begründet er mit seinem Alter: „Eine Funktionsperiode eines Kommandomitgliedes dauert in der Regel fünf Jahre. Da ich aus Altersgründen diese Periode mit fünf Jahren nicht mehr vollständig ausüben darf, stellte ich mich nicht mehr zur Wahl des Kommandanten zur Verfügung und übergab das Kommando in jüngere Hände.“ Ganz will er der FF jedoch nicht den Rücken kehren und bleibt vollwertiges Mitglied: „Ich werde auch weiterhin der Feuerwehr Weidling mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.“

Seiner Frau dankt er von ganzem Herzen für ihre großartige Unterstützung in all den Jahren. Dem neu gewählten Kommando gilt seine Gratulation, dem er für die nächsten fünf Jahre alles Gute wünscht. Der Bevölkerung Weidlings möchte er seinen Dank ausdrücken: „Ihnen danke ich, dass sie stets zu uns gehalten haben, und bleiben sie bitte der Feuerwehr treu. Vielleicht ist bis Frühjahr die Corona Krise im Griff, und wir können uns Ende Mai bei unserem Fest sehen und persönlich plauschen.“