Essig auch als Naturarznei

Erstellt am 17. Mai 2022 | 07:00
Lesezeit: 3 Min
New Image
Geheimtipps von Hademar Bankhofer: Probiert es einfach aus!
Foto: Bankhofer
Probiert es doch einfach einmal aus: Klosterneuburgs Gesundheitsexperte Hademar Bankhofer über die Wirkung und Verwendung von Essig.
Werbung
Anzeige

Jetzt können wir wieder aus den ersten heimischen Blattsalaten aus Freilandanbau köstliche Salate zubereiten. Und da brauchen wir außer einem wertvollen Öl auch einen guten Essig. Der erste Essig in der Geschichte entstand vermutlich aus Zufall vor einigen Jahrtausenden, als ein Weinfass zu lange offen stehen blieb. Heute ist der bewusst vergorene Most eine der häufigsten verwendeten Würzen, in der Küche unersetzlich. Es gibt viele Essigsorten. Hier die beliebtesten Sorten und wofür sie am besten geeignet sind:

  • Apfelessig aus sonnengereiften Spätäpfeln liefert alle Vitalstoffe aus dem Apfel. Er passt gut zu Rohkost- und Blattsalaten. Besonders gefragt ist heute der naturtrübe Apfelessig. Ein wirksames Rezept für den Kreislauf am Morgen: Trinken Sie ein Glas Wasser mit zwei Teelöffel Apfelessig. Damit kann man auch einer Übersäuerung entgegenwirken, weil Apfelessig im Körper basisch wirkt.
  • Balsamico mit der typischen dunklen Farbe besteht aus eingekochtem Traubenmost, der mindestens zwölf Jahre in Holzfässern reift. Dieser Essig eignet sich gut für Rindercarpaccio, aber auch als Würze für Gegrilltes und Gebratenes. Bei Blattsalaten darf man ihn nur tropfenweise einsetzen.
  • Weinessig ist mild im Geschmack und passt daher sehr gut zu zarten, hellen Blattsalaten. Der rote Weinessig ist durch den Stoff Resveratrol besonders wertvoll fürs Herz.
  • Fruchtessig, wie etwa Himbeer-Essig oder Salbei-Essig, werden auf der Basis von Weinessig angesetzt. Sie sind besonders für kräftige Sommersalat geeignet, die mit reichlich Kräutern und Käse angerichtet werden.

Bei jedem Essig muss die Qualität der Rohstoffe stimmen. Hier kommen Apfelsorten von Streuobstwiesen oder Trauben aus Bio-Anbau in Frage. Es werden in der Regel Moste und Weine mit sechs bis zehn Prozent Alkohol vergoren. Der Essig selbst muss einen Mindestgehalt von fünf bis sechs Prozent Säure haben. Nach der Umwandlung des Alkohols in Essigsäure ist für die Qualität die richtige Lagerung wichtig. In einem guten Essig sind schwefelhaltige Zusätze oder künstliche Farbstoffe nicht erlaubt.

Werbung