Mit Zwiebeldämpfen die Migräne bekämpfen

Probiert es doch einfach einmal aus: Klosterneuburgs Gesundheitsexperte Hademar Bankhofer gibt Tipps zur Migränebekämpfung.

Erstellt am 16. November 2021 | 07:01
Geheimtipps von Hademar Bankhofer: Probieren Sie's doch einfach einmal aus.
Geheimtipps von Hademar Bankhofer: Probieren Sie's doch einfach einmal aus.
Foto: NUM LPPHOTO/Shutterstock.com; Bankhofer

Migräne ist eine komplizierte Krankheit mit unerträglichen Schmerzen. Die Behandlung gehört unbedingt in die Hand eines erfahrenen Facharztes. Das heißt aber nicht, dass der Betroffene selbst die Hände in den Schoß legen und nichts tun sollte. Es macht durchaus Sinn und ist oft auch im Interesse des Arztes, wenn man unterstützend zur medizinischen Therapie natürliche Maßnahmen ergreift.

Versuchen Sie es zum Beispiel mit einem alten Hausmittel, das aus der Klosterheilkunde kommt: Inhalieren Sie Zwiebeldämpfe. Und so wird das Hausrezept angewendet: Schälen Sie eine große Zwiebel und schneiden Sie sie in kleine Stücke. Legen Sie sie in einen Kochtopf, gießen Sie einen Liter kochendes Wasser darüber und lassen Sie das Ganze ein paar Minuten zugedeckt ziehen. Dann stellen Sie den Topf vor sich auf einen Tisch, beugen sich drüber und atmen die aufsteigenden Dämpfe mit den ätherischen Ölen der Zwiebel 10 Minuten intensiv ein.

Wichtig ist, dass Sie danach nicht ins Freie gehen. Am besten, Sie legen sich ein wenig hin und lassen die ätherischen Öle der Zwiebel über das Gehirn und über die Atemwege auf den gesamten Organismus einwirken. Erwarten Sie sich von diesem alten Hausmittel keine Wunder. Aber die Zwiebeldämpfe können sehr oft die Intensität und Häufigkeit von Migräne-Attacken verringern.

Wenn Sie dann zum Entspannen nach dem Inhalieren der Zwiebeldämpfe im Bett liegen und ruhen, sollten Sie ein weiteres einfaches Naturrezept probieren, das Wissenschaftler und Schmerzexperten nachgewiesen haben: Das Hören von Musik, die man besonders mag, kann Migräne-Attacken, aber auch Spannungskopfschmerzen deutlich verkürzen oder sogar gleich zu Beginn stoppen. Durch den Musikgenuss werden ganz bestimmte Zentren im Gehirn gedämpft.

Die Folge: Es werden nicht mehr so viele Schmerzen ausgelöst. Man muss bei dieser Musiktherapie und bei der Anwendung von Zwiebeldämpfen, die beide keine Nebenwirkungen haben, Geduld haben. Aber auch eine Kopfschmerztablette braucht 15 bis 20 Minuten, bevor sie zu wirken beginnt.