Klosterneuburger-App sorgt für mehr Vernetzung. Studenten aus Klosterneuburg haben eine Vermittlungsplattform für Unternehmen und Kunden gegründet. Lokale Betriebe können sich online präsentieren.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 09. April 2020 (03:50)
Die Klosterneuburger Daniel Voithofer und Johannes Rist haben gemeinsam mit Nicolas Nika (v.l.) aus Wien die Plattform Freunderlwirtschaft gegründet. Mit der Unternehmens-Vermittlung wollen die drei Studenten Regionalität stärken.
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Drei Studenten haben das richtige Rezept für Unternehmer und Kunden in Krisenzeiten: Vitamin B. Mit der Online-Plattform Freunderlwirtschaft wollen Daniel Voithofer, Johannes Rist und Nicolas Nika zwischen Betrieben und Konsumenten vermitteln – und dadurch die Regionalität stärken.

„Wir haben davon gehört, dass es ein paar meist überregionale oder österreichweit tätige Initiativen gibt. Unsere Überlegung war, dass wir ein ähnliches Konzept mit einem anderen geografischen Schwerpunkt setzen“, erzählen die Gründer der Non-Profit-Plattform. Auf „www.freunderl-wirtschaft.at“ finden Kunden die unterschiedlichsten Branchen: Einzelhändler, Frisöre, Floristen, Kosmetikbetriebe, Gastronomie bis hin zu Nahversorgern, Mode und Sport. Sie alle haben eins gemeinsam: den Standort in Klosterneuburg oder im siebten Wiener Bezirk.

„Wir wollen rasch und unkompliziert helfen, um die Vielfalt der lokalen Betriebe zu erhalten.“ Initiatoren Daniel Voithofer, Johannes Rist und Nicolas Nika

Die Initiative fördert Geschäfte vor der Haustür – der Lokalbezug ist den Gründern ein großes Anliegen: „Wir kommen aus Klosterneuburg und dem siebten Bezirk und sind dort regelmäßig unterwegs.“ Und: „Wir wollen rasch und unkompliziert helfen, um die Vielfalt der lokalen Betriebe zu erhalten. Damit wir bald wieder ganz entspannt zum Frisör im Nachbarhaus, zur Kosmetikerin drei Straßen weiter oder in das Blumengeschäft im Stadtkern gehen und die gewohnten Waren und Dienstleistungen kaufen können.“

Vor allem kleinere Unternehmen profitieren von der Online-Präsenz auf der Freunderlwirtschaft-Plattform, besonders in schwierigen Zeiten. „Unser Ziel ist es, einen Beitrag zu leisten, die derzeit andauernde Coronakrise und die damit verbundenen Einschränkungen im Verkauf von Waren und Dienstleistungen besser zu meistern. Somit sollen die Zahlungsfähigkeit und der Fortbestand kleiner, lokaler Betriebe unterstützt werden“, betont das Trio.

„Als Non-Profit-Initiative wollen wir den lokalen Unternehmern helfen, diese Krise zu meistern.“

Rund 60 Betriebe in und um Klosterneuburg sind bereits auf der Plattform vertreten. Das Prinzip von Freunderlwirtschaft ist einfach: Konsumenten finden auf der Homepage ein gewünschtes Unternehmen und bestellen einen Gutschein mit beliebigem Betrag. „Sobald der Kunde auf ,Gutschein anfordern‘ klickt, wird automatisch eine E-Mail an den Partnerbetrieb gesendet. Unsere Vermittlungstätigkeit ist damit getan“, erklären Voithofer, Rist und Nika. Das Unternehmen übermittelt ebenfalls per Mail eine Zahlungsanforderung an den Käufer, der Gutschein wird im Anschluss ebenso elektronisch verschickt. Zusätzliche Kosten fallen nicht an – weder für Betrieb noch für Kunden: „Als Non-Profit-Initiative wollen wir den lokalen Unternehmern helfen, diese Krise zu meistern.“

Die Freunderlwirtschaft-Plattform ist am 23. März online gegangen. Seitdem wird stetig optimiert: „Wir versuchen kontinuierlich, unsere Plattform zu verbessern, das Netzwerk an Partnerbetrieben auszubauen sowie neue Kunden für die Initiative zu gewinnen.“