Plattform "Unser Klosterneuburg" präsentiert Kandidaten. Letzte Woche präsentierte die PUK neun Kandidaten. Einer ist der Vater von Johannes Kehrer, Thomas Kehrer.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 16. Januar 2020 (03:14)
Das PUK-Team um Spitzenkandidat Johannes Kehrer (vorne Mitte): Elisabeth Beer, Thomas Kehrer, Stefan Hehberger, Rudolf Wandl, Marion Breiter, Teresa Arrieta, Karl Wiedermann und Andreas Fellner (v.l.).
Hornstein

Aktuell hält die PUK (Plattform Unser Klosterneuburg) im Gemeinderat von den 41 Mandaten drei und stellt damit mit Johannes Kehrer einen Stadtrat. Das erklärte Wahlziel für die Gemeinderatswahl am 26. Jänner umschreibt Johannes Kehrer wie folgt: „Uns geht es darum, die Arbeit der letzten Jahre fortführen zu können. Dabei wäre es gut, wenn die absolute Mehrheit der ÖVP gebrochen werden kann, und vielleicht schaffen wir es, ein Mandat dazuzugewinnen.“

Die Liste PUK ist eine klassische Grünpartei, die sich aus den Turbulenzen des Baus der Umfahrungsstraße gegründet hat. Doch die Liste legt wert auf eine Abgrenzung zu den Grünen Klosterneuburgs. „Uns geht es im Gegensatz zu den Grünen um ein konstruktives Erarbeiten von Lösungen“, so Spitzenkandidat Kehrer.

„Uns geht es im Gegensatz zu den Grünen um ein konstruktives Erarbeiten von Lösungen.“ Johannes Kehrer, PUK

Letzte Woche trafen sich neun der Kandidaten der Liste PUK in der Wasserzeile, um sich der Öffentlichkeit vorzustellen. Fünf davon – Johannes Kehrer, Teresa Arietta, Stefan Hehberger, Elisabeth Beer und Andreas Fellner – bilden die Speerspitze des Teams.

„Mit unseren drei Mandaten ist uns in den letzten fünf Jahren viel gelungen. Durch das Stadtratsmandat haben wir auch gelernt, Verantwortung zu übernehmen“, so Johannes Kehrer, der auf seine Arbeit als Verkehrstadtrat verweist.

Für Gemeinderat Stefan Hehberger zeigt die Stadtentwicklung mit dem neuen Konzept STEK 2030+ klar die Handschrift der PUK, und Teresa Arrieta will sich auch weiterhin verstärkt für die Frauen, im Besonderen für die alleinerziehenden Frauen in Klosterneuburg, einsetzen.

Dass Kindergärten nur bis 15 Uhr offen hätten, es zu wenige und zu teure Kinderkrippen gäbe, dass Hortplätze – besonders für den Sommer – überteuert wären, würde Frauen wieder zurück an den Herd treiben, meint Arrieta. Ihr erklärtes Ziel für die nächste Amtsperiode ist daher: „Ich will einen Beitrag dafür leisten, damit es Frauen mit Kindern und geringem Einkommen in Zukunft in Klosterneuburg leichter haben.“

Das Hauptanliegen von Elisabeth Beer ist es, leistbares Wohnen in Klosterneuburg zu ermöglichen: „Es gibt in der Stadt nicht einmal kostenfreie Räume, wo man sich treffen kann.“

Andreas Fellner ist schon über die Liste Sau (Vorgängerliste der PUK) mit Verkehrsstadtrat Kehrer zusammengekommen. Sein größtes Anliegen ist es, Klosterneuburg gemütlicher zu gestalten. Besonders Stadt- und der Rathausplatz seien „nicht zum Verweilen gedacht, sondern eine atmosphärische Bankrotterklärung“, so Fellner.

Was für viele überraschend ist: Der Vater von Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer – Thomas Kehrer – ist nun auch im PUK-Team. So wie der Sohn beschäftigt ihn auch im Besonderen das Verkehrsthema in Klosterneuburg. „Was mich an der PUK fasziniert, ist der Gestaltungswille in dieser Liste. Ich möchte als Mitglied der PUK Klosterneuburg lebenswert und liebenswert erhalten“, erklärt Thomas Kehrer. In der Gemeindepolitik müsse man anfangen. Gerade das Pionierviertel sei dafür eines der großen Hoffnungsgebiete in der Babenbergerstadt.