Zuhause alt werden: Community Nurse für Klosterneuburg?

Erstellt am 03. Oktober 2021 | 05:25
Lesezeit: 3 Min
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Setzt sich für eine Community Nurse für Klosterneuburg ein: Gemeinderätin Regina Doppelhofer (Grüne).
Foto: Grüne Klosterneuburg
Die Stadt Klosterneuburg will sich um eine vom Bund finanzierte Community Nurse bewerben. Die Pflegekraft soll Vertrauen aufbauen, daheim pflegen und vernetzen.
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Was tun, wenn die Partnerin einen Herzinfarkt erleidet oder der Partner nach einem Schlaganfall in der Mobilität eingeschränkt ist? Geht es nach den Grünen, soll künftig eine Community-Nurse, eine Gemeinde-Pflegekraft, den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Gemeinderätin Regina Doppelhofer unterstreicht: „Die Community Nurse ist eine Art Drehscheibe, die sozusagen alle Fäden in der Hand hat, damit wir alle so lange wie möglich zuhause alt werden können.“

150 Community Nurses werden österreichweit von der Bundesregierung finanziert – ab Oktober können sich Gemeinden für die Förderung bewerben. Mit einem Dringlichkeitsantrag fordern die Grünen das Stadt-Parlament auf, eben das zu tun. Mit Erfolg: Das Ansuchen wurde vergangenen Freitag einstimmig angenommen.

„Niemand soll das Gefühl hat, alleine zu sein mit der Betroffenheit von gesundheitlichen Schicksalschlägen.“ Regina Doppelhofer, Gemeinderätin (Grüne)

Eine ehestmögliche Sondersitzung des Sozialausschusses soll die Details klären, der erste Schritt in Richtung Community Nurse ist aber schon jetzt getan. Zur Freude von Antragsstellerin Doppelhofer: „Gesundheit ist ein sehr subjektives Gefühl, und daher gilt es, dieses Gefühl abzuklären, aufzuklären, zu vernetzen und zu schauen, dass die richtigen Informationen weitergegeben werden und wichtige Maßnahmen auf dem Gebiet der Gesundheit in die Wege geleitet werden. Das ist genau das, was unsere Gesellschaft, die immer älter wird, braucht, auch in Klosterneuburg.“

Ob die Babenbergerstadt als Pilotgemeinde ausgesucht wird, liegt in den Händen des Ministeriums. Bekommt die Stadt grünes Licht, wird das Projekt bereits Anfang 2022 starten – in der ersten Phase ist eine Dauer von drei Jahren vorgesehen. Doppelhofer: „Wir können hier nur gewinnen.“

Welche Aufgaben die Gemeinde-Pflegekraft schließlich übernimmt, ist der Stadt selbst überlassen. Für Doppelhofer wichtig: Dass sie innerhalb der Bevölkerung Vertrauen aufbaut, damit „niemand in Klosterneuburg das Gefühl hat, alleine zu sein mit der Betroffenheit von gesundheitlichen Schicksalschlägen.“

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