Familie fand bei Spaziergang Wurststücke mit Rattengift. Kierlinger Familie fand an zwei Tagen mit Rattengift versetzte Wurststücke auf der Stegleiten. Zeugen werden gesucht.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 11. Dezember 2019 (04:14)
Von außen waren die präparierten Wurststücke kaum zu erkennen. Erst bei einer näheren Untersuchung wurde das Rattengift entdeckt.
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Gift-Alarm auf der Stegleiten! Diese Schreckensmeldung versetzt derzeit Hundebesitzer in Kierling in Angst und Schrecken. Am vergangenen Sonntag und Montag wurden mit Rattengift präparierte Wurststücke gefunden.

Den Sonntagnachmittag-Spaziergang hatte sich Familie Haas-Furtlehner wohl anders vorgestellt. Ihre Hündin Easy fand ein Wurststück. „Nach genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass es mit viel Energie präpariert worden war“, berichtet Annette Haas entsetzt über diesen unliebsamen Fund.

„Man sollte den Hund dort an der Leine halten und genau beobachten, ob er etwas aufnimmt.“ Angelika Fuchs, Obfrau Tierhilfe Klosterneuburg

Die kleine Parson-Russell-Terrier-Dame Easy hatte noch Glück im Unglück. Dank der raschen Behandlung in der Tierambulanz ist sie nun wieder fit.
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Denn was so gut versteckt war, stellte sich später als Rattengift heraus, das für Tier, aber auch Menschen tödlich sein kann. Die kleine Parson-Russell-Terrier-Dame hatte aber noch Glück im Umglück. „Dank Frau Mag. Weber von der Tierambulanz ist unsere Hündin wieder fit“, möchte Familie Haas-Furtlehner auch andere Hundebesitzer vor den Gift-Würsteln warnen.

Dass diese Warnung mehr als notwendig ist, zeigt der Fund, der gleich am nächsten Tag gemacht wurde. An der gleichen Stelle – Stegleiten Nummer 5 – wurde wieder ein mit Gift präpariertes Wurststück gefunden. Und das, obwohl die Gemeinde das gesamte Gebiet – Stegleiten, Wunderallee und den Kinderspielplatz – in der Früh erst abgesucht hatte.

Aufmerksamkeit beim Gassi gehen

Aber wie kann man als Hundebesitzer seinen Liebling vor so einem Giftköder schützen? „Man sollte den Hund dort auf jeden Fall an der Leine halten und genau beobachten, ob er etwas aufnimmt“, rät Angelika Fuchs, Obfrau der Tierhilfe Klosterneuburg. Sollte der Verdacht bestehen, dass er Gift gefressen haben könnte, ist es ratsam, den Vierbeiner zum Erbrechen zu bringen.

Wenn man das nicht kann oder der Hund bereits Vergiftungserscheinungen – wie zum Beispiel Erbrechen oder Übelkeit – haben, dann muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Die Suche nach dem Täter geht derweilen weiter. „Die Polizei wurde natürlich gleich verständigt“, hofft auch Fuchs auf ein baldiges Aufgreifen des oder der Täter. Dabei setzt sie auch auf die Mithilfe und Wachsamkeit der Kierlinger. „Wenn jemand Informationen über den Täter hat oder etwas beobachtet hat, dann bitte gleich die Polizeidienststelle Klosterneuburg kontaktieren“, appelliert Fuchs an die Kierlinger.