Die RH-Prüfung läuft ab Montag. Nach der prinzipiellen Zusage startet der Rechnungshof nun die Prüfung des größten Sanierungsprojekts Klosterneuburgs.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:00)
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Jetzt schaut sich der Rechnungshof das 15-Millionen-Sanierungsprojekt Happyland an. Vor einem halben Jahr ist aber sicher kein Ergebnis zu erwarten.

Die einen glauben, die Wahrheit finden zu können, die anderen wollen endlich ein Ende der ewigen Diskussionen. So kam es, dass in einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss der Rechnungshof gebeten wurde, die Sanierung des Happylands zu prüfen. Am 6. Februar nimmt der Rechnungshof seine Arbeit auf.

Gemeinderat Peter Hofbauer (Liste Peter Hofbauer) ist wohl der härteste Kritiker des Sanierungs-Projekts. Er war es auch, der in einem Antrag die Prüfung durch den Rechnungshof forderte. Überraschenderweise stimmten dem auch die ÖVP und die SPÖ zu. „Ich sehe die Richtigkeit meiner Forderungen nach Aufklärung vieler Fragwürdigkeiten in der Causa Happyland durch die Aufnahme in das Prüfprogramm des Rechnungshofes bestätigt“, zeigt sich Hofbauer zufrieden.

Die Klosterneuburger Grünen zeigen sich auch in ihrer Kritik bestätigt und kündigen kryptisch die Aufdeckung neuer Ungereimtheiten an. Fraktionschef Sepp Wimmer: „Es kann durchaus sein, dass wir dem Rechnungshof in den nächsten Wochen diesbezüglich weitere brisante Punkte übermitteln werden.“

Es ist gut, wenn sich ein Neutraler jetzt alles anschaut. Walter Wirl

Auch die NEOS wittern Ungereimtheiten beim Sanierungsprojekt Happyland. Walter Wirl: „Ich glaube fest, dass einiges im Argen liegt und gelegen hat und Hofbauer mit seiner fortlaufenden Kritik unter seinem Wert geschlagen wurde. Es ist gut, wenn sich ein Neutraler jetzt alles anschaut.“

„Ich begrüße es, dass der Rechnungshof im Sinne des einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses seine Prüfungstätigkeit zur Gebarung der Stadtgemeinde und der Sportstätten GmbH aufnimmt“, so Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager. Mit der Stadtverwaltung und dem Geschäftsführer der Sportstätten GmbH sei vereinbart, dass alles Nötige zu veranlassen ist, um einen reibungslosen Prüfungsablauf zu gewährleisten.

Nach vorsichtiger Schätzung wird es ein Ergebnis frühestens in einem halben Jahr geben.

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