Waldbrand bei Hirschwang hielt auch Weidlinger Feuerwehr in Atem

Auch Weidlinger Floriani halfen bei Kampf gegen das Flammenmeer im Bezirk Neunkirchen.

Erstellt am 18. November 2021 | 05:35
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Der Einsatz erforderte einen hochfrequentierten Flugbetrieb auf engstem Raum.
Foto: FF Weidling

Beim Waldbrand in Hirschwang in der Marktgemeinde Reichenau war nach 13 anstrengenden Einsatztagen der Brand aus, wir hatten berichtet:

Vor Ort waren mehr als 7.750 Feuerwehrleute. Darunter auch Karl Weiss, Hauptlöschmeister und Gruppenkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Weidling, mit seinen Kollegen.

Am Samstag, den 30. Oktober wurde der Feuerwehr-Abschnitt Tulln und Klosterneuburg ausgerufen, um die Kollegen beim Waldbrand zu unterstützen. Um fünf Uhr morgens machte sich die Truppe nach einem 3G-Check zur Abfahrt bereit. Nach etwa zwei Stunden Fahrt war das Entsetzen groß. „Man konnte bereits aus der Ferne Rauchwolken und Flammenlinien im Wald erkennen“, erzählt Karl Weiss.

Der Ablauf des Einsatzes

Vor Ort wurden die Aufgaben verteilt und die Helfer eingewiesen. Die Funktion der Tullner und Klosterneuburger war es, die Wassertanks der Helikopter zu befüllen. Das Auffüllen der Tanks dauerte für 3.000 Liter Wasser nur 20 bis 30 Sekunden. Insgesamt waren an diesem Tag zehn Helis im Einsatz, sechs vom Bundesheer und vier aus dem Innenministerium.

„Alle Abläufe wurden gut koordiniert und per Funk angeordnet. Trotzdem war der Körper permanent unter Spannung, insbesondere, wenn man den Schlauch vom und zum Heli ziehen musste“, berichtet Weiss. Der sogenannte„Downwash“-Effekt machte den Feuerwehrlern hierbei besonders zu schaffen. Dieser Abwind sorgt dafür, dass man sich in der Nähe des Helikopters kaum halten kann.

Jedes Fluggerät war ein gewonnenes.“ karl weiss Hauptlöschmeister und Gruppenkommandant

Am Vormittag war der Flugbetrieb besonders frequentiert: Alle eineinhalb Minuten wurde ein Tank befüllt. In Summe wurden 167 Tanks aufgefüllt. Der Flugbetrieb dauerte von halb neun in der Früh bis um halb sechs am Abend.

Zusätzlich waren 300 Helfer am Berg unterwegs, die Glutnester aufgerissen und das Unterholz gelöscht haben. Teilweise wurden Feuerwehrleute mit dem Seil auf das steile Gebirge hinaufgeflogen, um den Brand zu stoppen. „Die größte Herausforderung für die Helfer am Berg war die Topografie. Im Steilhang ist es schwierig, zu stehen oder gar Löschungen durchzuführen, daher konnte man großteils nur aus der Luft löschen“, so Weiss.

Auch wenn die Feuerwehr Einsätze dieser Art im kleinen Rahmen übt, hebt Weiss hervor, dass man bei jedem Einsatz dazulernt, sowohl die einzelnen Feuerwehrleute als auch die Organisation als Ganzes. „Da es nicht sehr oft regnet, werden uns Einsätze dieser Art auch in Zukunft begleiten. Aus diesem Grund werden wir auch verstärkt ähnliche Szenarien trainieren“, unterstreicht Weiss.