Bürgermeister im Radar-Blitzlicht. Neben der Baustelle in Kritzendorf war vor allem wieder die geforderte Radar-Box in Höflein großes Gesprächsthema.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 21. Juni 2019 (03:34)
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Ortsvorsteher Manfred Hoffelner (l.) begrüßte bei „Offen gesagt“ Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, Baudirektor Manfred Fitzthum und Stadtamtsdirektor Michael Duscher (v.r.).

„ABS“ – Diesen Begriff aus der Autoindustrie hat sich Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager nun als Formel zurechtgelegt. Allerdings steht es nicht für Antiblockiersystem, sondern für „Arbeitsplätze – Bürgerservice – Stabilität“. Aber genauso wie das ABS im Auto soll sein ABS sicherstellen, dass die Politik auch in schwierigen Zeiten sicher weiterkommt. Dies stellte Schmuckenschlager nun bei „Offen gesagt“ unter Beweis.

Mit dem IST Austria, dem Umweltbundesamt und dem neuen Konzept für das Parkhotel werden neue Arbeitsplätze in Klosterneuburg geschaffen. Um den Bürgerservice zu optimieren, zieht das Rathaus in die ehemalige Bezirkshauptmannschaft um. Und für die Stabilität sorgen einerseits die soliden Finanzen der Stadtgemeinde und andererseits die Bausperre, die Stabilität in die Siedlungsentwicklung bringen soll.

Auswirkungen auf Höflein

Nicht ganz so viel Stabilität wird es in diesem Sommer auf Klosterneuburgs Straßen geben. Die Totalsperre in Kritzendorf bewegt auch die Höfleiner. Hier fragten die Besucher von „Offen gesagt“ vor allem nach einer Ausweichmöglichkeit in Kritzendorf. Allerdings sind sowohl der Radweg als auch der Forstweg in der Au nicht für den normalen Pkw-Verkehr ausgelegt und geeignet. „Ich kann nur bitten, durchzuhalten oder auf alternative Verkehrsmittel zu setzen“, appelliert Schmuckenschlager an die Höfleiner.

Eine dieser Alternativen ist die Franz-Josefs-Bahn. Hier steht noch immer der Ausbau des „15-Minuten-Takts“ nach Höflein aus. Da dafür ein Ausbau des Bahnhofs in St. Andrä-Wördern notwendig ist, gibt es derzeit noch keinen konkreten Zeitplan. Allerdings soll dieser im nächsten Jahr kommen.

Um den Umstieg auf die Bahn zu erleichtern, wünscht sich ein Höfleiner eine Ausweitung der Kernzone auf Klosterneuburg und die Katastralgemeinden. Das würde allerdings Mehrkosten von jährlich 1,5 Millionen Euro für Klosterneuburg verursachen. Die Stadtgemeinde überlegt derzeit alternative Lösungen, um den Anreiz zum Umstieg auf die Öffis zu erhöhen.

Noch kein konkreter Zeitplan

Der Dauerbrenner bei der Höfleiner Ausgabe von „Offen gesagt“ war auch in diesem Jahr eine Radarbox. Den idealen Standort hätten die Höfleiner schon gefunden: 50 Meter oberhalb des Gasthauses „Goldener Anker“ auf der rechten Seite.

„Dieser Standort wurde von Experten bereits geprüft und bewilligt. Es fehlt nur die gesetzliche Grundlage“, erklärt Ortsvorsteher Manfred Hoffelner, der sich ebenfalls für eine Radar-Überwachung in Höflein einsetzt.