Karl Schmid: „Versprechen wird nicht eingehalten“. Der Vertrag mit der Sicherheitsfirma für das Asylheim ist ausgelaufen. Stadtrat Schmid ärgert sich über zuständigen Landesrat.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 16. Januar 2019 (04:00)
Stadtrat Karl Schmid (SP) wurde von Anrainern darüber informiert, dass kein Sicherheitsdienst im Asylheim Greifenstein vor Ort ist. Er sieht darin einen Bruch des Versprechens, das Landesrat Waldhäusl zum Thema Sicherheit den Höfleinern gegeben hat.
NOEN

Die Aufregung um das Asylheim an der Grenze zu Höflein nimmt nicht ab. Zunächst stand die fehlende Informationspolitik von Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) in der Kritik. Nun ist es der Politiker selbst, der mit Vorwürfen konfrontiert wird.

„Bei der Infoveranstaltung zur Debatte Asylheim Greifenstein wurde von Landesrat Waldhäusl selbst dahingehend informiert, dass rund um die Uhr vier Betreuer für die 48 Jugendlichen und zusätzlich immer ein Sicherheitsdienst anwesend sein wird“, erklärt SP-Stadtrat Karl Schmid.

Vertrag mit Security-Firma ist ausgelaufen

Und eben dieses Versprechen wurde nicht eingehalten. Schmid wurde darauf von Anrainern aufmerksam gemacht und besuchte dann selbst das Heim mehrmals. Dort traf er aber nur auf ein oder zwei Betreuer. Und keinen Sicherheitsdienst. „Wir wurden hier vom Landesrat schamlos falsch informiert. Das Versprechen wird nicht eingehalten“, ärgert sich Schmid. Und weiter: „Der Vertrag mit der Sicherheitsfirma ist nun auch ausgelaufen.“

Zwar gab es keine Vorfälle, die Schmid bekannt sind, aber ihn ärgert vor allem die Vorgehensweise und das Verhalten Waldhäusls gegenüber der Höfleiner Bevölkerung.

Was Landesrat Waldhäusl zu diesen Vorwürfen sagt, ist leider nicht bekannt. Bis zum Redaktionsschluss gab es keine Reaktion aus seinem Büro.