Wand wird gekürzt. Nach dem Protest der Bevölkerung gegen die Höhe der Lärmschutzwände werden sie nun um 50 Zentimeter gekürzt.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 16. Oktober 2014 (08:00)
NOEN, Hornstein
Die Metallsteher entlang der Hauptstraße versprechen nichts Gutes. Sie werden jetzt an den höchsten Stellen um 50 Zentimeter gekürzt.

Ein Lokalaugenschein mit der Klosterneuburger Baubehörde, Ortsvorsteher Manfred Hoffelner und Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager brachte nun einen Kompromiss: ÖBB-Projektleiter Michael Biebl versprach: „Wir werden die Lärmschutzwand an den höchsten Stellen um 50 Zentimeter kürzen.“

Ob sich die Bevölkerung mit dieser Verkürzung zufrieden gibt, wird man in der nächsten Zeit sehen. Mit zwei Metern ab Gleisoberkante rechnete Höflein, denn das wurde auch kommuniziert. Jetzt sind die Wände bis zu 3,5 Meter hoch – eine Änderung des Projekts der ÖBB, ohne irgendjemanden zu informieren. Ortsvorsteher Manfred Hoffelner: „Das war nicht so ausgemacht und die Information sehr mangelhaft.“

Geplant: Großzügige Bepflanzung der Wände

Der Kompromiss, die Höhen um 50 Zentimeter zu kürzen, ist für den Ortsvorsteher ein Tropfen auf dem heißen Stein: „Ich bin nicht zu hundert Prozent zufrieden. Sollte es noch einmal eine Projektänderung geben, muss die Bevölkerung von den ÖBB informiert werden. Davor und nicht danach.“

Man habe aus den Fehlern gelernt und werde keine etwaige weitere Projektänderung ohne Information an die Bevölkerung mehr zulassen. Quasi als Wiedergutmachung wollen die ÖBB nun bei der Bepflanzung der Wand großzügig sein. So ist geplant, im Bereich gegenüber der Feuerwehr noch heuer vier bis fünf Meter hohe Bäume zu pflanzen. Der Rest der Bepflanzung soll im Frühjahr erfolgen. Zusätzlich soll dort, wo es sich platzmäßig ausgeht, ein Parkstreifen errichtet werden. Mitte November werden die ersten Lärmschutzelemente zwischen den Stehern eingesetzt.

In der Bevölkerung brodelt es indes weiter. So gibt es viele, die sich „ihren Ort nicht verschandeln lassen wollen“ und sich mit diesem Kompromiss nicht zufrieden geben.