Mähverbot für Höfleiner am Treppelweg. Grundstückseigentümer „viadonau“ verbietet zwei Höfleinern die Grünstreifen entlang des Treppelwegs zu mähen. Die „viadonau“ hofft auf Vereinbarung mit der Gemeinde.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 31. Mai 2020 (06:13)
Ortsvorsteher Manfred Hoffelner kann nicht verstehen, warum die „Via Donau“ Norbert Schreiner (r.) strikt untersagt, den Treppelweg (im Hintergrund) in Höflein zu mähen.
Heindl

Raus in die Natur – das bedeutet für viele Höfleiner einen Spaziergang entlang der Donau. Damit sie das Stück Treppelweg, das nicht asphaltiert ist, bequem besuchen können, sorgten Norbert Schreiner und einer seiner Freunde dafür, dass der Weg regelmäßig gemäht wird.

Bisher – denn nun wurde den beiden Höfleinern das von der „viadonau“ strengstens untersagt. Sogar eine Klage gegen die beiden Mähmeister steht im Raum.

Einmal in der Woche rückten die beiden Höfleiner bisher aus, um den Weg, der von der „viadonau“ auch als Treppelweg gekennzeichnet ist, vom hohen Gras zu befreien. Was viele Höfleiner freute, sorgte bei der „viadonau“ für Ärger. Sie verbot Schreiner und seinem Freund diese Tätigkeit.

„Es finden sich immer weniger, die etwas für den Ort machen wollen. Und das wird dann nicht einmal geduldet“, kann Ortsvorsteher Manfred Hoffelner das Vorgehen der „viadonau“ nicht nachvollziehen. Und auch Norbert Schreiner ist über dieses rigorose Handeln überrascht: „Es kostet den Steuerzahler keinen Cent. Ich möchte es nur dürfen.“

Kooperation mit der Stadtgemeinde?

Die „viadonau“ sieht das Handeln der beiden Anrainer allerdings als Eingriff in ihren Zuständigkeitsbereich, der auch haftungstechnische Folgen hat. „Trotz vermehrter bilateraler Rücksprache mit den Anrainern kam es zu regelmäßigen Eingriffen auf fremden Grund“, erklärt Christoph Caspar, Pressesprecher der „viadonau“.

Damit der Weg auch weiterhin ausgemäht wird, setzt die „viadonau“ auf eine Kooperation mit der Stadtgemeinde.

„Die Nutzung der ufernahen Bereiche für Anrainer, Sportler und Erholungsliebende ist für ,viadonau‘ sehr wichtig. Daher stehen unsere Erhaltungsexperten seit Jahren mit den Anrainern vor Ort im Austausch und treffen sich regelmäßig (zuletzt erst vergangene Woche). Diese wurden informiert, dass, wenn der Wunsch nach einem anderen Erhaltungszustand auf dem Weg besteht, eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Gemeinde (als Vertreter der Allgemeinheit) und viadonau als Grundstückseigentümer denkbar wäre“, hofft Caspar, dass bald eine Lösung, die für alle Seiten zufriedenstellend ist, getroffen werden kann.