Kampf gegen die Fluten in Klosterneuburg. Starkregen und der steigende Pegelstand der Donau sorgten am Wochenende für zahlreiche Alarmierungen bei den Klosterneuburger Feuerwehren.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 21. Juli 2021 (04:18)
Der Kreisverkehr beim Gewerbegebiet verwandelte sich am Samstagabend in ein großes Becken. Mehrere Autos mussten von den Florianis daraus befreit werden.
FF Klosterneuburg, FF Klosterneuburg

Die letzten Tage sind in Europa von der Sorge vor Hochwasser, Sturzfluten und Murenabgängen geprägt. Auch wenn es am vergangenen Wochenende zu zahlreichen Alarmierungen für die Freiwilligen Feuerwehren in Klosterneuburg und den Katastralgemeinden kam, blieb die Babenbergerstadt von gröberen Schäden verschont. Auch der Pegelstand der Donau geht (Stand Montag) wieder allmählich zurück.
Der Kampf gegen die Fluten begann am Samstagabend. Vor allem in Klosterneuburg und Weidling hatten die beiden Feuerwehren einiges zu tun. Unterstützung bekamen sie dabei von der FF Kierling. Alleine die Klosterneuburger Floriani rückten zu 17 Einsätzen aus.

Murenabgang in Hinterweidling

Kurz nach 20 Uhr ging die erste Alarmierung bei der Feuerwehr ein. Gegen 20.45 Uhr riefen sie dann die FF Kierling zur Unterstützung. Gemeinsam wurden Keller und Tiefgaragen ausgepumpt und Autos befreit, die bei der Unterführung beim Gewerbegebiet ein unfreiwilliges Bad genommen hatten. Bis etwa 2 Uhr morgens konnten die freiwilligen Helfer alle Einsätze abarbeiten.
Viel zu tun hatten auch ihre Kollegen in Weidling. In Hinterweidling ging eine Mure ab und machte die Landstraße nahezu unpassierbar. Bis zu einem halben Meter hoch türmten sich Geröll und Schlamm, der von den Weidlinger Florianis wieder beseitigt werden musste.

Sicherungsarbeiten beim Strombad

Schon den ganzen Samstag und die Nacht auf Sonntag sahen hingegen die Bewohner entlang der Donau besorgt auf den steigenden Wasserpegel. Am Sonntagnachmittag wurden dann von der FF Kritzendorf entlang der Donau Sicherungsarbeiten durchgeführt. Außerdem brachten die Kritzendorfer Florianis – zur Sicherheit – ein Feuerwehrrettungsboot und Zillen beim Strombad in Position.
Nach bangen Stunden zog sich das Wasser wieder zurück, und die Anrainer kamen mit – nur – nassen Füßen davon.

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