Keine Pause für die Pager in Klosterneuburg. Gleich vier Mal musste die Freiwillige Feuerwehr Klosterneuburg letzte Woche zu Bränden in der Stadt ausrücken.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 20. Januar 2021 (03:31)

Es war wohl eine der einsatzreichsten Wochen für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Klosterneuburg. Neben einer Fahrzeugbergung und zwei Tierrettungen mussten die Florianis der Babenbergerstadt gleich vier Mal zu Bränden beziehungsweise zur einer unklaren Rauchentwicklung ausrücken.

„Wenn man innerhalb von 20 Stunden bei zwei Einsätzen jeweils rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Klosterneuburg zur Einsatzstelle bringen kann, dann ist das die Bestätigung dafür, dass sich die Mitgliederwerbung in den letzten Jahren mehr als ausgezahlt hat“

Los ging es am Mittwochabend. Geplant war vermutlich ein gemütlicher Saunaabend in der Wienerstraße. Tatsächlich wurde es dann wohl eher spannend als entspannend. Gleich nach dem Eintreffen der Feuerwehr konnte diese eine starke Rauchentwicklung feststellen und erhöhte sogleich die Alarmstufe. Unter Atemschutz begannen die Florianis mit den Löscharbeiten. Zur Unterstützung wurden die FF Kierling und das Rote Kreuz Klosterneuburg alarmiert. Nach rund zwei Stunden konnten die elf Fahrzeuge mit rund 50 Mitgliedern dann wieder einrücken.

Rund 20 Stunden später musste die FF Klosterneuburg wieder ausrücken. Alarmierung: Zimmerbrand im Zentrum der Stadt. Acht Einsatzfahrzeuge und rund 40 Einsatzkräfte rückten in die Hofkirchnergasse aus. Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter konnte eine starke Rauchentwicklung in einem Wohnhaus festgestellt werden. Die Bewohnerin wurde zum Glück noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte in Sicherheit gebracht.

Unter Atemschutz konnte mit einer Löschleitung im Innenangriff der Brand im Wohnzimmer rasch lokalisiert und abgelöscht werden. Anschließend wurde das Brandobjekt mit der Wärmebildkamera überprüft. Nach einer halben Stunde kam vom Einsatzleiter die Information „Brand aus“.

„Wenn man innerhalb von 20 Stunden bei zwei Einsätzen jeweils rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Klosterneuburg zur Einsatzstelle bringen kann, dann ist das die Bestätigung dafür, dass sich die Mitgliederwerbung in den letzten Jahren mehr als ausgezahlt hat“, bedankte sich Kommandant-Stellvertreter Benjamin Löbl bei seinen Kollegen für ihren Einsatz.

Fünf Personen ins Krankenhaus gebracht

Nach einem eher ruhigen Samstag bei den Massentests sorgte der Sonntag für einen einsatzreichen Abschluss der Woche. Kurz vor 10 Uhr wurden beide Züge der FF Klosterneuburg gemeinsam mit der Feuerwehr Kierling, Polizei und dem Roten Kreuz zu einem Wohnungsbrand alarmiert. In einem neuerrichteten Mehrparteienwohnhaus auf der Wienerstraße kam es aus bisher unbekannter Ursache im zweiten Obergeschoss zu einem Wohnungsbrand. Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter wurde sofort unter Atemschutz eine Löschleitung im Innenangriff vorgenommen, und der Brand konnte im Wohnzimmer rasch lokalisiert und unter Kontrolle gebracht werden. Parallel zur Brandbekämpfung wurde das Gebäude von einem weiteren Atemschutztrupp evakuiert. Elf Personen wurden vom Roten Kreuz auf eine Rauchgasvergiftung untersucht, fünf von ihnen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden.

Fast zwölf Stunden später kam dann die letzte Alarmierung: Brandverdacht in einer Wohnhausanlage in der Leopoldstraße. Hier übernahmen die Wiener Netze die Behebung der Ursache für die Rauchentwicklung.