Maria Gugging: Die Hürden der Impfung. Theo Weiß im Gespräch über Lösungen für die Impf-Sorgen der Senioren.

Von Thomas Török. Erstellt am 21. Februar 2021 (03:31)
Pfarrgemeinderat Theo Weiß aus Maria Gugging engagiert sich für die Belange der älteren Menschen bei der Corona-Impfung.
Török

Die Koordination der Schutzimpfungen gegen Corona erweist sich auf allen Ebenen als mühsam. Vor allem für die als Risikogruppe eingestuften älteren Menschen im Land wird das Warten zunehmen zur Belastung.

Theo Weiß, Pfarrgemeinderat aus Maria Gugging, kennt als COPD-Patient, der selber wegen einer Corona-Erkrankung wochenlang im Spital war, die Sorgen der Senioren sehr genau: „Ich rede ständig mit älteren Menschen hier im Ort, die beunruhigt sind, weil sie sich bei der Registrierung für die Impfung alleine gelassen fühlen.“ Neben den bekannten Schwierigkeiten bei der Koordination der Impfungen kommen bei den älteren Menschen nämlich noch andere Erschwernisse hinzu, allen voran die Tatsache, dass diese oft keinen Zugang zum Internet haben oder die Registrierung wegen mangelnden Computer-Kenntnissen nicht vornehmen können.

„Ich rede ständig mit älteren Menschen hier im Ort, die beunruhigt sind, weil sie sich bei der Registrierung für die Impfung alleine gelassen fühlen.“ Theo Weiß, Pfarrgemeinderat M. Gugging

Doch wie sehen die Lösungen aus, mit denen man diesen Hürden begegnen kann? „Auf Intervention von Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager wird das Land Niederösterreich für alle, die sich gegen Corona impfen lassen wollen und keine Online- Anmeldung durchführen können, eine Telefonnummer einrichten. Dies betrifft unter anderem auch ältere Klosterneuburger und Klosterneuburgerinnen, die keinen Internetzugang oder Handy haben und mit persönlichen Fragen hinsichtlich der Impfung das Gefühl haben, alleine gelassen zu werden“, erzählt Weiß über die Informationen, die er aus einem Gespräch mit dem Bürgermeister erhalten hat.

„Wir hoffen, dass durch die Veröffentlichung der Telefonnummer vom Land NÖ eine massive Verbesserung der Kommunikation zwischen der Bevölkerung und der Impfkoordination zustande kommt“, gibt sich Weiß optimistisch. „Es betrifft nicht nur ältere Bürger und Bürgerinnen, sondern auch jüngere Menschen, deren Budget nicht ausreicht, um ein technisches Equipment zu kaufen, um zu kommunizieren. Man möge es kaum glauben, aber es entspricht der Realität“, fügt er hinzu.

„Wir hoffen, dass durch die Veröffentlichung der Telefonnummer vom Land NÖ eine massive Verbesserung der Kommunikation zwischen der Bevölkerung und der Impfkoordination zustande kommt“

Was sagt Theo Weiß über die Testungen in Klosterneuburg? „Ich war fast wöchentlich testen, und bei dieser Gelegenheit möchte ich mich im Namen der bisher Getesteten für die ausgezeichnete Organisation herzlich bedanken. Viele helfende Hände von den verschiedensten Organisationen sind für den reibungslosen Ablauf verantwortlich. Auch ein herzliches Dankeschön für all die Vorbereitungsarbeiten an alle Verantwortlichen der Stadtgemeinde Klosterneuburg. Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich einfach an das Bürgerservice. Dort bekommen Sie freundliche und kompetente Unterstützung. Auch den dortigen Mitarbeitern ein herzliches Dankeschön“, so Weiß.