Ein Boom für woom. Der Klosterneuburger Fahrradhersteller verdoppelt die Belegschaft und vereint die Geschäftssitze in Österreich. Marcus Ihlenfeld: „Noch bunter und innovativer.“

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. Juli 2021 (05:49)
Der Fahrradhersteller woom bündelt seine internationalen Kräfte und wird wachsen. Die Belegschaft wird im nächsten Jahr auf 200 Personen verdoppelt, freuen sich Mathias Ihlenfeld, Christian Bezdeka, Marcus Ihlenfeld, Guido Dohm (v.l.).
woom, woom

Der Fahrradhersteller woom mischt den Klosterneuburger Arbeitsmarkt auf: Das Unternehmen wächst kräftig und wird sich nun mit seinem Partnerunternehmen in den USA zusammenschließen. Bis Mitte 2022 wird die Belegschaft in Klosterneuburg verdoppelt.

Mit Juli vereint woom seine Aktivitäten in Europa und in den USA. Das Mutterunternehmen mit Sitz in Klosterneuburg und der US-Generalimporteur werden in einem Unternehmen zusammengefasst. „Mit diesem Brückenschlag bündeln wir unsere Stärken und unsere Leidenschaft“, erklärt Marcus Ihlenfeld, der woom zusammen mit dem Produktdesigner Christian Bezdeka im Jahr 2013 in einer Wiener Garage gegründet hat. Und Bezdeka bekräftigt: „Dieser Schritt bringt uns unserem Ziel näher, so viele Kinder wie möglich für das Radfahren zu begeistern und die Welt ein Stück besser zu machen.“

„Wir sind weit gekommen, seit wir die ersten Fahrräder in der Garage zusammengeschraubt haben.“ Mathias Ihlenfeld, Fahrradhersteller woom

Seit 2014 hatte woom USA als Generalimporteur die in Klosterneuburg entwickelten Kinderräder vertrieben und sich in kurzer Zeit zum wichtigsten Vertriebspartner von woom Europe entwickelt. Zuletzt wurden in den USA bereits knapp 50.000 Räder jährlich abgesetzt. Das ist fast ein Sechstel der Gesamtproduktion von woom – Tendenz stark steigend.

Verantwortlich für den Erfolg in den USA ist Marcus Ihlenfelds Bruder Mathias, der woom zur am schnellsten wachsenden Fahrradmarke in den USA gemacht hat. Er wird künftig – zusammen mit Christian Bezdeka, Marcus Ihlenfeld und woom Geschäftsführer Guido Dohm – das Unternehmen leiten. Dem erweiterten Führungsgremium werden außerdem Martin J. Bartmann und Paul Fattinger (BDO Austria) angehören.

Mit der internationalen Ausrichtung von woom geht eine kräftige Personalaufstockung einher. Gesucht werden Experten beiderseits des Atlantiks. Insgesamt sollen bis Mitte 2022 300 Personen weltweit bei woom beschäftigt sein. In Österreich wird die Belegschaft im Lauf der nächsten zwölf Monate auf 200 Personen wachsen: Das ist fast eine Verdoppelung des aktuellen Stands. In der Heimatstadt Klosterneuburg ist woom bereits jetzt unter den Top-4-Arbeitgebern mit den meisten Mitarbeitern.

„Wir wollen woom noch bunter und innovativer machen“

Durch den Zusammenschluss erwarten sich die woom Geschäftsführer eine Optimierung von Kundenservice und User Experience nach US-amerikanischem Vorbild und einen intensiven Austausch über die Grenzen hinweg. Die besonders leichten woom Fahrräder haben sich in den vergangenen Jahren als sichere, hochwertige und exakt auf die Bedürfnisse von Kindern angepasste Produkte bewährt. „Wir wollen woom noch bunter und innovativer machen“, sagt Marcus Ihlenfeld. Und: „Wir sind gespannt, was wir mit dieser neuen kreativen Kraft für unsere Kunden erreichen.“

Auch sein Bruder Mathias freut sich auf eine spannende neue Etappe: „Wir sind weit gekommen, seit wir die ersten Fahrräder in der Garage zusammengeschraubt haben: mein Bruder gemeinsam mit Christian in Wien und ich hier in Austin, Texas. Es ist Teil der woom DNA, dass wir uns immer wieder neu erfinden. Und jetzt setzen wir unsere Reise gemeinsam fort, geeinter denn je.“