Chansons, Gipsy Jazz und Folk. Das Festival bringt wieder sieben Konzerte an drei Locations, verteilt auf das Veranstaltungsjahr 2019/20.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. September 2019 (05:33)
Bringen die 40er Jahre wieder zum Erklingen: The Reveilles sind mit ihrem charmanten Programm „Sentimental Journey“ beim Festival :jazzklosterneuburg mit dabei.
Lukas Beck

Das Festival :jazzklosterneuburg wird auch 2019/20 fortgesetzt – einstweilen ohne Motto, aber mit sieben durchwegs hochkarätigen Konzerten, die sich wieder über die gesamte Jahressaison verteilen.

Den Anfang macht am Mittwoch, 25. September eine legendäre Schauspielerin und Chansonniere: Maria Bill bringt in der Babenbergerhalle ihr Programm „Paris ist eine Frau“ auf die Bühne. Maria Bills Lese-Konzert ist eine Liebeserklärung an Paris, wo sie an der legendären Schauspielschule von Jacques Lecoq studierte. Gemeinsam mit ihren langjährigen Musikern – Krzysztof Dobrek (Akkordeon) und Michael Hornek (Piano) – öffnet sie Türen zu Ateliers und von Privatgemächern und erzählt unerwartete Details und manche Anekdote aus dem Leben der großen Persönlichkeiten, die Paris „belebten“, wie Pablo Picasso, Josephine Baker, Edith Piaf und George Gershwin.

Hommagen an Jacqes Brel und Udo Jürgens

Mit Chansons geht es am Freitag, 8. November auch weiter, allerdings im Kellertheater Wilheringerhof. Benjamin Vanyek singt Jacques Brel und nennt seinen Abend „Abschiedskonzert“. Der belgische Schauspieler und Sänger Jacques Brel war einer der bedeutendsten französischen Chansonniers. Seine Lieder beschäftigen sich mit Kindheitsträumen, dem Altern, aber vor allem mit Liebe und Tod – immer ein Abschied und ein Neubeginn. Die einfache, klare Sprache der Chansons gibt der Fantasie des Publikums Raum für eigene Interpretationen. Brels Werk bedarf jedoch einer ausdrucksvollen, dramatischen Vermittlung. Der Schauspieler Benjamin Vanyek interpretiert die Chansons lieblich, traurig, wütend und verzweifelt nach Werner Schneyders Originalübersetzung.

Eine weitere Hommage, diesmal an Udo Jürgens, folgt am Samstag, 21. Dezember, wenn Lea und Christoph Hornstein am fünften Todestag des großen österreichischen Sängers ihrem fulminanten Konzert im Vorjahr eine Fortsetzung hinzufügen. Gemeinsam mit Vater und Tochter Hornstein musiziert das „Tanzorchester Cremisa“ unter Lorenz Spritzendorfer.

Mit schwungvollen Rhythmen und charmanter Heiterkeit erwecken sie die Musik der 40er Jahre wieder zum Leben: die „Reveilles“. Das harmonische Trio – Janine Hickl, Caro und Clara Loibersbeck – versetzt zurück in die Zeit der Petticoats, knallroten Lippen und Hochsteckfrisuren und lädt am Samstag, 18. Jänner 2020 zur einer „Sentimental Journey“ in den Wilheringerhof.

Die weiteren Termine konzentrieren sich auf den April 2020: Hans Theessink & Brooks Williams machen am 2. April auf ihrer „Steady Rolling Blues Tour“ im Raika-Festsaal Station, das Martin Reiter electric trio featuring Chanda Rule (USA) gastiert am 17. April im Wilheringerhof, und den Abschluss machen Die Gewürztraminer & Gemischter Satz am 30. April im Raika-Saal mit Gipsy und Django Jazz.

Tickets und Information beim Kulturamt Klosterneuburg, ( 02243/444-351.