Erstellt am 04. Dezember 2013, 23:59

Kafka-Museum, reloaded 2014. Neugestaltung des Gedenkraums / Die Franz Kafka Gesellschaft legt ein ambitioniertes Konzept vor.

Wird einem Relaunch unterzogen: die Kafka-Gedenkstätte in Kierling. Sie soll zu einem attraktiven kleinen Museum werden. Archiv  |  NOEN
Von Ewald Baringer

KIERLING / Nach der Erhaltung des Gedenkraums in Franz Kafkas Sterbehaus, dem ehemaligen Sanatorium Hoffmann in Kierling, zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen hat nun die Österreichische Franz Kafka Gesellschaft anlässlich des bevorstehenden 90. Todestags des bedeutenden Schriftstellers ein Konzept für eine völlige Neugestaltung des bisherigen Kafka-Raums erstellt.

Rechtzeitig bis 3. Juni 2014 sollen die beiden Räume, aus denen das kleine Museum bestehen wird, fertiggestellt sein. Raum I widmet sich Kafkas Leben mit klarem Schwerpunkt auf dem letzten Lebensjahr 1924, seiner Krankheit (Kehlkopftuberkulose) und dem Sanatoriumsaufenthalt. Ein weiterer Schwerpunkt gilt Kafkas Berufsleben und seinen Arbeitsbereichen als Versicherungsjurist. Raum II präsentiert Kafkas Werk und Nachleben und ist zugleich als Veranstaltungsraum konzipiert, in dem bis zu 35 Personen bequem Platz finden. Im Zuge von Veranstaltungen, Führungen oder Schulausflügen (auch an einem museumsdidaktischen Konzept wird gearbeitet) können sowohl Vorträge als auch Filmvorführungen stattfinden.

„Unser Ziel ist es, gleichermaßen die ‚Faszination Kafka‘, zentrale Informationen zu Leben und Werk sowie Wissenswertes zum historischen Hintergrund zu vermitteln“, erklärt der Germanist Manfred Müller, Präsident der Franz Kafka Gesellschaft, die sich im Frühjahr 2012 neu konstituiert hat. Die Website www.franzkafka.at dient als Informationsplattform und Archiv und soll weiter ausgebaut werden.

Die Österreichische Franz Kafka Gesellschaft erhält sich ohne öffentliche Förderungen, die Mittel für den Erhalt des Raumes setzen sich - nach dem Ausstieg der Stadtgemeinde im Vorjahr - ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen zusammen. „Obwohl es für Neugestaltung und Einrichtung des Franz Kafka Museums auch öffentliche Subventionen in kleinem Ausmaß geben wird, sind wir auf finanzielle Hilfe angewiesen“, so Müller. „Bereits eine einfache Vereinsmitgliedschaft hilft uns sehr.“

Bis zur Fertigstellung des Museums ist die Besichtigung des Gedenkraums nur nach telefonischer Voranmeldung unter 0676/4117817 möglich.

Österreichische Franz Kafka Gesellschaft c/o Österreichische Gesellschaft für Literatur, 1010 Wien, Herrengasse 5, 01/5338159, Bankverbindung: Konto 7245 bei der Raiffeisenbank Klosterneuburg (BLZ 32367), IBAN: AT66 3236 7000 0000 7245. www.franzkafka.at .