Kandidaten stehen fest. Die vor Kurzem fusionierten Listen „PUK und SAU“ treten mit 20 Kandidaten zur Wahl an. Spitzenkandidaten gibt es keinen, dafür ein Spezialisten-Team.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 18. November 2014 (16:37)
NOEN, privat
Unter den Zwanzig des Teams: PUK-Sprecherin Teresa Arrieta.

Obwohl die Kandidaten der einzelnen Parteien und Listen für die Gemeinderatswahl am 25. Jänner 2015 per Gesetz erst Mitte Dezember feststehen müssen, ist dieser Prozess für die „Plattform Unser Klosternheuburg & SAU“ schon abgeschlossen. Die eben zusammengeführten Listen treten – so gestärkt – mit zwanzig Kandidaten zur Wahl an.

Obwohl es keine Reihung gibt. „Wir haben nicht einzelne Spitzenkandidaten, sondern ein Spitzenteam“, erklärt PUK-Sprecherin Teresa Arrieta (siehe Infobox). Für die kommenden Gemeinderatswahlen tritt die seit zehn Jahren im Gemeinderat aktive Bürgerliste mit ausgewiesenen Experten zur Wahl an.

Die PUK-Kernthemen: Bürgerbeteiligung, Verkehrs- und Mobilitätsfragen, Stadtentwicklung sowie Schutz des Naturraumes. Arrieta: „Die Kandidaten weisen eine bunte Vielfalt an Ausbildungen auf, und es sind alle Generationen vertreten: Von der 21-jährigen Studentin Lisa-Maria Krasa bis zum im Ruhestand befindlichen Richter Alexander Fiala. Gebürtige Klosterneuburger seien ebenso darunter wie Zuzügler. „Diese Vielfalt spiegelt die Realität dieser Stadt wieder“, so Teresa Arrieta.

Wahlziel: Absolute der ÖVP brechen

Beim Wahlziel sind sich mit der PUK alle Oppositionsparteien einig: Sie wollen die absolute Mehrheit der ÖVP brechen. Aber auch eine höhere Wahlbeteiligung erreichen. Langfristig soll mehr Transparenz in der öffentlichen Verwaltung Einzug halten, und es soll mehr Bürgerbeteiligung in allen Politikbereichen geben, „denn nur so kann eine neue Begeisterung für Politik entstehen. Die Menschen möchten mitgestalten, und die PUK setzt sich dafür seit zehn Jahren ein und hat auch vieles erreicht“, weiß Arrieta.

Als Erfolg sieht die PUK-Sprecherin, dass es der Bürgerliste in den letzten zwei Gemeinderatsperioden gelungen sei, das Thema Partizipation in Klosterneuburg voranzutreiben.

Aktive Bürger durch PUK-Engagement?

Auch in der aktuellen Causa Kasernengründe findet die PUK in der aktiven Bürgerbeteiligung ihre Spuren. Sprecherin Teresa Arrieta: „Durch unsere Hartnäckigkeit können wir uns auf eine konstruktive Arbeit im Gemeinderat, auf einen Dialog auf Augenhöhe zwischen Bürger, Politik und Verwaltung freuen.“ Die PUK sei die wahlwerbende Gruppe in Klosterneuburg, die zwei Gemeinderatsperioden lang echte Bürgernähe bewiesen hätte.

„Das unterscheidet uns von den Polit-Profis anderer Fraktionen und von jenen, die Bürgernähe nur behaupten“, kann sich Bernd Schweeger, langjähriger Sprecher der PUK, einen Seitenhieb nicht verkneifen.
 

Liste der PUK-Kandidaten

  • Naturschutz: Naturgartenplanerin Ilse Wrbka-Fuchsig, Landschaftsökologin Eva Putschek, Imker und Biologe Roland Berger, Gründerin des Naturgartens Augustine Mühllehner, Biologe Peter Zulka vom Umweltbundesamt.
  • Bürgerbeteiligung/Transparenz: Kommunikationsexpertin Waltraud Heller, EU Agentur für Grundrechte Bankrevisor Gerhard Allgäuer, Organisationsentwickler Holger Heller Theoretischer Informatiker und Doktorand IST Austria, Andreas Fellner Richter i.R. Alexander Fiala, Initiator Bürgerpetition gegen belastende Mobilfunkmasten IT Experte Hermann Himmelbauer
  • Stadtentwicklung: Verkehrswissenschaftler Johannes Kehrer Psychologe und Organisationsentwickler Bernd Schweeger, PUK-Sprecher IT-Jungunternehmer Fabian Kromer, Kundenbetreuer Bank Austria Innovationsnetzwerk Karl Hammerschmidt
  • Soziales: Multimediajournalistin Teresa Arrieta, mehrfach ausgezeichnet Sozialwissenschafterin Marion Breiter, Gründerin 1. Wiener Frauenberatungsstelle, Gender-Budgeting-Expertin.
  • Kultur: Grafiker Gerhard Sindelar, Inhaber einer Werbeagentur und Urheber der Kultur-app „beyondarts“
  • Jugend: Studentin Lisa-Maria Krasa, Umwelt- und Bioressourcenmanagement, BOKU Wien
  • Energiewende: Nachrichtentechniker Stefan Hehberger, Experte für Photovoltaik und nachhaltige Energiesysteme.