Großer Schock: Johann Fanta ist tot

Erstellt am 11. Mai 2022 | 05:31
Lesezeit: 3 Min
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Er war wohl einer der beliebtesten Politiker in Klosterneuburg: Johann Fanta, Ortsvorsteher und Landwirt mit Herz und Seele.
Foto: Wagner
Besonders alle Kierlinger sind geschockt und trauern um ihren Ortsvorsteher.
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Ortsvorsteher Gemeinderat a. D. Johann Fanta ist am 8. Mai 2022 verstorben. Mit ihm verliert Kierling einen engagierten und zielstrebigen Ortsvorsteher, der sich stets für das Wohl seiner Mitbürger und seiner Katastralgemeinde aufopfernd eingesetzt hat.

Johann Fanta war ein Kierlinger Urgestein, einer, den man noch als Landwirt vom alten Schlag bezeichnet. Legendär seine Almabtriebe im Herbst, die Volksfestcharakter hatten und den Ortsteil Kierling lebendig werden ließen. Der Heurigen, den er seit 1994 mit seinem Sohn Daniel führte und ihm 2013 schließlich übergab, steht für das gelebte Miteinander, worauf Johann Fanta bei all seinen Tätigkeiten und Aktivitäten immer größten Wert gelegt hat.

Johann Fanta war nebenberuflich seit genau 40 Jahren bei der Bestattung Fuchs beschäftigt. Neben den kommunalpolitischen Ämtern vertrat Fanta die Bauernschaft in seinen Aufgaben als Ortsbauernratsobmann und Bezirksbauernratsobmann-Stellvertreter, sowie im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Klosterneuburg.

Er war für die Menschen da

Er begleitete die Mitbürger durch seine rege Teilnahme im öffentlichen Leben in den verschiedensten Bereichen, war gern gesehener und beliebter Gast auf unzähligen Veranstaltungen, aktiv in mehreren lokalen Vereinen und wurde bis zuletzt kein bisschen müde, für die Menschen – für seine Kierlinger – in allen Lagen und zu allen Tageszeiten da zu sein. Er war mitten unter den Menschen und hatte immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen.

Seine politische Laufbahn begann am 25. April 2008 mit seiner Angelobung als Gemeinderat. Er war bis 2010 Mitglied im Ausschuss für Wasserversorgung und Wasserbau sowie im Ausschuss für Abfallwirtschaft und Abwasserentsorgung. Nach der Gemeinderatswahl 2010 war er im Ausschuss für Stadtplanung und -entwicklung sowie im Ausschuss für Verwaltung, Organisation und Umweltschutz, sowie als Umweltgemeinderat tätig. 2015 wurde er schließlich zum Ortsvorsteher für die Katastralgemeinde Kierling bestellt.

Ein Politiker vom alten Schlag

„Ein Hans Dampf in allen Kierlinger Gassen. Mit ihm verliert die Volkspartei nicht nur einen über alle Parteien hinweg beliebten Politiker, sondern ein Original der Kommunalpolitik“, zeigt sich Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager betroffen. Und weiter: „Er wird mir persönlich als launiger Ratgeber und hartnäckiger Verhandler fehlen. Sein Humor und seine sprichwörtliche Bauernschläue verhalfen ihm zu großer Beliebtheit und der Durchsetzung weitreichenden politischer Entscheidungen.“ So hätte er als bisher einziger Mandatar der letzten Jahrzehnte ein Direktmandat erreicht, seine Ortskenntnis und sein Personengedächtnis, etwa im Ausschuss für Stadtplanung, seien legendär gewesen.

Schmuckenschlager abschließend: „Seine ständige Erreichbarkeit und Hilfsbereitschaft werden nicht zu ersetzen sein. Mit ihm verabschiedet sich Klosterneuburg und Kierling von einem Lokalpolitiker vom alten Schlag. Er wird uns unheimlich fehlen.“

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