Post-Räuberin unter Mordverdacht. Nach schwerem Überfall in Kierling sitzt Täterin erneut: Sie soll 64-Jährige getötet haben.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:00)
NÖN-Archiv/Hornstein
Im Jahr 2009 raubte eine Kierlingerin die Postfiliale in der Katastralgemeinde brutal aus – zwölf Jahre Haft. 2015 wurde die heute 43-Jährige bedingt entlassen. Heute sitzt sie wieder: Die Frau soll eine Pensionistin (64) erschlagen haben.

Nach dem Überfall auf die Post in Kierling im Jahr 2009 wurde eine heute 43-Jährige zu zwölf Jahren Haft verurteilt – wegen schweren Raubes, die Täterin stach sogar auf eine Angestellte ein. Im Juli 2015 wurde sie bedingt entlassen – und sitzt jetzt wieder. Sie steht unter Verdacht, eine Pensionistin in Ebergassing erschlagen zu haben, berichtet die APA.

Die Pensionistin war am 25. Jänner leblos in ihrer Wohnung gefunden worden. Die 43-Jährige geriet wegen Spuren in der Wohnung des Opfers unter Verdacht, sie wurde am 6. Februar festgenommen und bestritt die Vorwürfe. Das Obduktionsgutachten, das nun vorliegt, soll Klarheit bringen. Demzufolge wurden der Pensionistin etwa 20 wuchtige Hiebe gegen den Schädel mit einem Zimmermannshammer verpasst, betätigte Verteidiger Wolfgang Blaschitz am Freitag einen „Heute“-Bericht gegenüber der APA.

Dem Gutachten des Sachverständigen Wolfgang Denk zufolge soll der Hammer „zwei Klauen“ aufgewiesen haben. Die Verletzungen hätten „zum raschen Eintritt des Todes“ infolge eines Schädel-Hirn-Traumas geführt, nachdem die 64-Jährige durch einen Schlag oder Stoß zu Sturz gekommen sein soll.