Schichtquelle sorgt seit Monaten für Überschwemmungen. Seit vier Monaten läuft eine große Mengen Wasser auf den Gehsteig der Kierlinger Hauptstraße. Der Grund: Kein Wassergebrechen, sondern eine Schichtquelle.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 17. April 2019 (12:47)
NOEN

Die Wasserlacke in Höhe Kierlinger Hauptstraße 33 ist nicht zu übersehen. Und das schon seit vier Monaten. Nach Auffassung des Umweltstadtrates Sepp Wimmer hätte die Wasserbehörde bis jetzt nicht reagiert.

„Nur festzustellen, dass im eigenen städtischen Netz kein Gebrechen ist, und man sieht über vier Monate weiter zu, wie das wertvolle Wasser unaufhörlich auf die Straße rinnt, ist für eine Wasserbehörde einfach unverantwortlich“, schimpft Wimmer.

„Wie lange will die Wasserbehörde das Wasser weiter rinnen lassen?"

Es seien weder die Umweltbehörde, der Umweltstadtrat noch der Umweltgemeinderat informiert worden. Wimmer: „Wie lange will die Wasserbehörde das Wasser weiter rinnen lassen? Da das unbewohnte Haus erhöht steht, besteht die Gefahr, dass der Großteil des Wassers im Erdreich versickert und dann die darunter liegenden Gebäude und Stützmauern beschädigt.“ Da hätte man – so Wimmer weiter – eine Wasserabteilung, die sich offensichtlich nur um das städtische Leitungsnetz kümmere, für Wasserschäden auf Privatgrundstücken, noch dazu solche, die ganz offensichtlich unbewohnt sind, fühle man sich nicht zuständig.

Die NÖN erkundigte sich im Rathaus. Die Pressestelle teilte mit, dass die Behörde sofort im Dezember reagiert hätte. Eigentümer – das Stift Klosterneuburg – und der aktuelle Pächter wurden über das austretende Wasser informiert und dem Pächter eine Frist gesetzt, den Schaden zu beheben. Es handle sich aber dabei nicht um kostbares Trinkwasser, sondern um eine Schichtquelle aus dem Erdreich, die es sprudeln lässt. Die erteilte Frist laufe jetzt im Frühjahr aus. Der Pächter hätte laut Rathaus versprochen, den Schaden zu beheben.

„Sollte das nicht passieren, müsste die Stadtgemeinde die Sache zur Vollstreckung an die Bezirkshauptmannschaft weiterleiten“, teilt die Pressestelle des Rathauses mit.