IST Austria: Appell für Radweg nach St. Andrä

Erstellt am 01. Oktober 2021 | 05:13
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Wie schon die Radlobby Klosterneuburg und die Verkehrswende TUKG fordern Vertreter des IST einen Radweg im Hagental.
Foto: Radlobby Klbg.
Vertreter des IST Austria fordern in einem offenen Brief einen Radweg zwischen St. Andrä-Wördern und Maria Gugging. Umsetzung und Finanzierung bleiben offene Fragen.
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„Wir unterstützen die Umsetzung selbstverständlich und mit Nachdruck“ – appellieren Vertreter des IST Austria. Die Forderung der Instituts-Angehörigen: ein Radweg zwischen St. Andrä-Wördern und Maria Gugging.

Petition an Ortschefs der beiden Gemeinden

In einem offenen Brief erklären die IST Sustainability Group, Betriebsrat, Promovierenden und Postdoktoranden-Vertretung: „Die Abwendung der Bedrohungen durch den Klimawandel erfordert eine drastische Reduktion des Autoverkehrs auch in Österreich. Die Wissenschaftler und Mitarbeiter des IST Austria sind sich dieser Tatsache in hohem Maße bewusst, und es gibt daher Bestrebungen vieler Mitarbeiter, einen Teil des Pendlerverkehrs auf das Fahrrad umzulagern. Die Errichtung des Hagental Radweges würde dies für jene Mitarbeiter ermöglichen, die Richtung Tulln wohnen.“

Radfahren sei eine praktische Alternative – wenn es sichere Radwege gibt. Der Drahtesel hat viele Vorteile, betont das IST: „Radfahren ist gesund und leise. Es ist flexibel, braucht keine Fahrpläne und Personal. Radfahren bringt auch der unmittelbaren Umgebung einen Gewinn: Der Verkehrslärm reduziert sich. Als Organisation, die an der Hauptstraße liegt, wissen wir nur allzu gut um die Belastung durch den Verkehrslärm.“

Dazu kommt die Umwelt-Komponente: Ein Umstieg auf klimafreundliche Mobilität sei notwendig – „wir haben nur noch wenige Jahre Zeit, um den Weg zu einer CO 2 -neutralen Gesellschaft zu gehen, bevor geodynamische Kipp-Punkte erreicht werden, die auch in Österreich – natürlich ebenso weltweit – die irreversible Zerstörung zentraler Ökosysteme und unfinanzierbare wirtschaftliche Schäden bedeuten würden“, so die Unterzeichner.

Die Petition richtet sich an Mandatare der beiden Gemeinden. St. Andrä-Wörderns Bürgermeister Maximilian Titz (ÖVP) kennt die Forderung nach einem Radweg – schließlich wurde sie schon von mehreren Initiativen eingebracht. Der Ortschef erklärt: „Wir haben bereits Gespräche geführt und eine Expertise von der NÖ Radlobby eingeholt. Sie hat keinen großen Bedarf festgestellt.“

Ebenso hat die Gemeinde beim Straßenbau nachgefragt: Technisch sei ein Radweg von Klosterneuburg bis zum Altstoffsammelzentrum recht unkompliziert möglich – aber: Die Kurve in der Hagenbachklamm stellt eine Herausforderung da. „Man muss sich anschauen, wie weit das technisch möglich ist und wie viel das kostet“, so Titz. Klare Zahlen oder eine Machbarkeitsstudie gibt es bis dato nicht – auch das ist eine Frage des Geldes.

Und wie sieht das die Stadtgemeinde Klosterneuburg? „Wir stehen diesem Ansinnen ganz offen gegenüber und betonten dies in allen bisherigen Gesprächen. Sollte dieser Radweg durch die Hagenbachklamm realisierbar sein, werden wir den Teil in Klosterneuburg natürlich auch weiterentwickeln“, versichert Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager.

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