„Klingt wie blanker Hohn“. Dankesbrief an Akteure des Festumzuges stößt manchen sauer auf. Darin wird der Kauf eines Videos angeboten. Schmuckenschlager tut Missverständnis leid.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 25. Juni 2014 (08:04)
NOEN, Christoph Hornstein
Franz Fuchs (Mi.), Obmann der Volkstanzgruppe, will sich und seinen Verein von der Gemeinde gewürdigt wissen.
In der Vorwoche zelebrierte die Stadtgemeinde stolz das 900-jährige Bestehen des Stiftes. Ganz Klosterneuburg war auf den Straßen und jubelte den vorbeiziehenden, liebevoll angefertigten Umzugswagen zu. Unter den kreativen Umzüglern war auch die Volkstanzgruppe Klosterneuburg, mit ihrem Obmann Franz Fuchs.

Nach der Veranstaltung bedankten sich Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, im Namen der Gemeinde und Probst Bernhard Backovsky, im Namen des Stiftes für die rege Beteiligung am Gelingen des Festaktes, in Form eines Briefes. Doch gerade dieses Dankesschreiben stößt Franz Fuchs besonders sauer auf: „In dem Brief wurde uns der Kauf eines Videos, das während des Umzuges gemacht wurde, angeboten. Wir haben alle, enorme Mühen auf uns genommen, da kommt mir dieses Angebot vor wie blanker Hohn.“

Tagelange Arbeit wurde nicht gewürdigt 

Tagelang habe die Volkstanzgruppe damit zugebracht, den Wagen aufzuputzen. „Seitens der Gemeinde hat man uns nicht einmal ein Glas Wasser angeboten. Sogar die Benutzung des WCs war kostenpflichtig“, fordert Fuchs ein wenig mehr Dankbarkeit.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager fühlt sich hier missverstanden: „Wenn die Leute den Brief in den falschen Hals bekommen haben, dann tut mir das natürlich leid. Wir wollten lediglich unsere Dankbarkeit ausdrücken und haben nur auf das Angebot des Videokaufes hingewiesen.“ Ob die Gemeinde dieses Video ankaufen will, steht noch nicht fest.

„Leute haben diesen Brief in den falschen Hals bekommen, das tut mir natürlich leid. Stefan  Schmuckenschlager, Bürgermeister Klosterneuburg

Besonders ärgert Fuchs, dass hier ein Privatmann, scheinbar im Auftrag der Gemeinde, ein Geschäft machen will. „Vielleicht bekommen die Mitwirkenden den Film nun als Geschenk“, schlägt Fuchs vor, um den unguten Eindruck wieder gut zu machen.