Absage für Leopoldi-Fest: Warten auf Entscheidung. Auch wenn es die SPÖ mit einem Antrag in der letzten Gemeinderatssitzung wollte – die Entscheidung über das Leopoldi-Fest in Klosterneuburg fällt erst Mitte Oktober im Stadtrat.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 30. September 2020 (04:13)
Leopoldifest in Klosterneuburg
NOEN, NÖN

Sein Antrag wurde abgesetzt:SPÖ-Stadtrat Karl Schmid.
NOEN

Mit einem Dringlichkeitsantrag der SPÖ sollte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung am Freitag eine Absage das Leopoldifestes beschließen. Der Antrag kam aber nicht in die Tagesordnung und wurde abgesetzt. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager: „Das liegt in der Kompetenz des Bürgermeisters und nicht des Gemeinderates.“

Es sei festgelegt, dass die Entscheidung Mitte Oktober im Stadtrat fällt. Ob das Leopoldifest stattfindet oder nicht, soll nach Schmuckenschlager zeitnah zur Veranstaltung entschieden werden. „Niemand will der Wirtschaft schaden, und es wäre natürlich toll, wenn wir unser so geliebtes Leopoldi feiern könnten wie gewohnt“, so Antragsteller SPÖ-Stadtrat Karl Schmid. Als zuständiger Stadtrat für Soziales und Gesundheit sei es aber seine Pflicht, darauf hinzuweisen und anzuregen, das Leopoldifest zu überdenken.

„Niemand will der Wirtschaft schaden, und es wäre natürlich toll, wenn wir unser so geliebtes Leopoldi feiern könnten wie gewohnt“

„Auch wenn es in der Kompetenz des Bürgermeisters liegt, muss dem Gemeinderat gestattet sein, eine Meinung dazu abzugeben. Leider wurde das vom Bürgermeister nicht zugelassen“, bedauert Schmid die Absage des Antrags. Die letzten Jahre hätten sehr deutlich gezeigt, wie undiszipliniert viele Besucher des Leopoldifestes sind. Andererseits hätten viele Beispiele der letzten paar Tage gezeigt, wie schnell sich das Coronavirus ausbreiten kann. Es sei ein frommer Wunsch der ÖVP, dass sich diese Veranstaltung ausnahmsweise heuer im Rahmen hält. Man müsse schon auch die Frage erlauben, welch wirtschaftlicher Schaden bei einer nicht gewollten Corona-Cluster-Entwicklung entstünde.

„Hier geht es um politische Verantwortung. Was hat denn hier Priorität? Unser aller Gesundheit oder eine Veranstaltung?“, so der rote Stadtrat abschließend.

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