Abschied vom Strandfest. Die beliebte Fete mit 4.000 bis 5.000 Besuchern wird es in dieser Form nicht mehr geben. Budget und Termin mitten in der Sommer-Saison führen zur Absage.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 27. November 2019 (04:06)
Der Höhepunkt des Strandbadfests war das Feuerwerk. Das dürften Besucher 2016 zum letzten Mal erlebt haben.
NOEN, Ludwig

Das Strandfest dürfte endgültig Geschichte sein. In der Strandbad-Bilanz der Stadtgemeinde ist seit Jahren nichts von der beliebten Fete zu lesen – schließlich wurde sie seit 2016 nicht mehr veranstaltet. Und das wird in Zukunft auch so bleiben: Die Stadt erteilt der Feier eine Absage.

Stadtrat Christoph Kaufmann erklärte in der Gemeinderatssitzung: „Das Problem am Strandfest, wie wir es gekannt haben, ist, dass da die Kosten nicht mehr dafür sprechen.“ Die Statistik der vergangenen Jahre zeige, dass am Festtag der Verkauf an Tages- oder Saisonkarten nicht gestiegen ist – auch ohne Fete seien die Zahlen gleich geblieben.

Saisonstart mit Multi-Sport-Festival

Eine Alternative für Feierfreudige biete der Triathlon. Kaufmann: „Wir haben das Multi-Sport-Festival, das von Barracuda ausgeht, wo wir am Anfang der Saison sehr viel Gäste unterbringen.“ Mit dem Event gewinne man, so der Stadtrat, am Saisonanfang neue Kunden – anders als das Strandfest, das mitten im Sommer stattfand.

Ein kleines Hintertürchen für ein künftiges Strandfest lässt Kaufmann doch offen: „Wenn sich ein Strandclub findet, der das aus Eigenengagement organisiert mit Kabinenschmücken und allem, was es früher gegeben hat, dann wäre es auch in unserem Sinne, dass wir die Initiative entsprechend fördern.“

Bei Peter Hofbauer (Liste Hofbauer) trifft diese Entscheidung auf Unverständnis: „Das war eine Veranstaltung für 4.000 bis 5.000 Leute. Die Kosten waren ungefähr bei 20.000 Euro.“ Das „großartige Feuerwerk“ werde in Klosterneuburg vermisst. Und auch Stadtrat Sepp Wimmer (Grüne) ist gegen die Absage: „Man kann nicht alles monetär bewerten. Wenn man so denkt, würden viele schöne Events gar nicht passieren.“