Allerheiligen: Gedenken im engsten Kreis. Auch bei Begräbnissen hat sich durch Corona einiges geändert: weniger Trauergäste bei Messen und auf den Friedhöfen.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 28. Oktober 2020 (03:04)
Trauer und Begräbnisse werden heuer ebenfalls von Corona beeinflusst.
Gleiss

Jedes Jahr um den ersten November gehen in ganz Österreich Menschen auf den Friedhof, um an Allerheiligen ihrer Liebsten zu gedenken. Auch wenn dies eines der wenigen Dinge ist, das in diesem Jahr nicht von Corona beeinflusst wurde, haben sich auch der Umgang mit dem Tod und konkret Begräbnisse aufgrund von Covid 19 verändert.

Maximal 100 Trauergäste dürfen momentan bei Begräbnissen im Freien teilnehmen, kein Leichenschmaus, und wahrscheinlich auch bald – sollten sich die Infektionszahlen weiterhin so schnell ausbreiten – keine Messen mehr. Die Begräbniskultur hat sich in den letzten Monaten stark geändert. Das weiß in Klosterneuburg wohl niemand besser als Daniela Fuchs, Geschäftsführerin des Familienunternehmens „Bestattung Fuchs“. „In Klosterneuburg können derzeit maximal 20 Personen in den einzelnen Hallen von den Toten Abschied nehmen, der Rest muss draußen stehen und kann nur mithören“, erklärt Fuchs die aktuelle Situation. In den Kirchen dürfen derzeit – je nach Größe des Gotteshauses – noch mehr als 20 Personen an den Messen teilnehmen. Allerdings hat Fuchs die Befürchtung, dass auch Messen durch die neue rote Ampel in nächster Zeit eingeschränkt werden könnten. „Bei den letzten Verordnungen wurden Begräbnisse allerdings in Ruhe gelassen“, hofft Fuchs, auch in den kommenden Monaten würdige Abschiedsfeiern für Freunde und Familien von Verstorbenen abhalten zu können.

Trend geht zur Urnenbestattung

Schon in den letzten Jahren hat sich allerdings die Begräbniskultur immer mehr geändert. „Der Trend geht immer mehr zur Urnenbestattung, und viele, die vorsorgen möchten, fragen nach einer Urnenbestattung im Wald“, so Fuchs. Dabei spiele vor allem ein Gedanke mit: Die Kosten für einen Einzelplatz oder für Familienbäume sind zwar zuerst teurer, aber es entfallen die Kosten für die Grabpflege oder Grabentgelte.

Wer sich über so eine oder eine traditionelle Bestattung informieren möchte, sollte sich unbedingt einen Termin bei „Bestattung Fuchs“ ausmachen. Denn neben vielen Erschwernissen sieht Fuchs in Corona auch etwas Positives: „Durch die Terminvereinbarung haben wir eher mehr Zeit für die Trauergespräche und schützen uns und unsere Kunden.“

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