Anonymes Schreiben: „Tierfreund“ wettert gegen Bauer. Unbekannter kritisiert in Brief die „Zustände“ am Hof von Ortsvorsteher Fanta. Der Landwirt wehrt sich: „Nicht nur anonym was schreiben, wo nichts dahinter ist.“

Von Claudia Wagner. Erstellt am 07. Juli 2019 (03:37)
Shutterstock/Champion Studio
Symbolbild

Mit einem anonymen Schreiben wendet sich ein selbst ernannter „Tierfreund“ aus Klosterneuburg an Stadtgemeinde, die Stadt-VP und das NÖ Landesamt. Sein Anliegen: die „Zustände“ am Hof von Landwirt und Ortsvorsteher Johann Fanta.

NOEN

Den Brief schickt der Unbekannte auch an die NÖN. „Niederösterreich hat keinen Veterinär, welcher sich um solche Zustände kümmert?“, ist in der Nachricht zu lesen. Dem Text angefügt ist ein Foto der Schafherde, die unter einem mit Plane abgedecktem Anhänger Schatten finden. „Das Foto spricht für sich“, meint der Autor, der den Schnappschuss nach eigenen Angaben Mitte Juni am Weg von der Redlingerhütte zum Grüntal gemacht hat.

„Tierfreund“ will anonym bleiben

Aber auch die Stallhaltung ist dem Schreiber ein Dorn im Auge. „Den Kuhstall im Winter kann man nicht ansehen – Zentimeter hoch stehen die Kühe im eigenen Dreck“, prangert er an. Aus Angst mit Unannehmlichkeiten will der „Tierfreund“ anonym bleiben.

Das kritisiert wiederum der Beschuldigte. „Wenn er mit mir reden will, muss er sich auch deklarieren und nicht nur anonym was schreiben, wo nichts dahinter ist“, verteidigt sich Fanta, der die Behauptungen nicht so stehen lassen möchte.

Ab 20. April sind die Schafe auf der Weide, die Kühe beziehen das Außen-Heim am 15. Mai. An den heißen Tagen suchen die Schafe Schutz vor der Sonne. Fanta erzählt: „Da liegen sie am liebsten unter einem Baum, der direkt neben dem Anhänger steht.“ Der natürliche Schatten soll künftig um einen weiteren kühlen Platz ergänzt werden. Geplant ist, den Planen-Unterschlupf zu vergrößern.

„Da liegen sie am liebsten unter einem Baum, der direkt neben dem Anhänger steht“

Bis Mitte November sind die Schafe im Freien, die Kuh-Herde wird schon Anfang des Monats mit einem großen Fest in das Winterquartier getrieben. Auch im Stall in der Feldgasse haben die Tiere die Möglichkeit, raus zu gehen – in einen abgezäunten Freiraum. „Sie wollen nach draußen, egal ob es warm oder kalt ist“, erklärt der Ortsvorsteher. Je nach Wetter komme es vor, dass es dort gatschig ist, auch wenn der Landwirt den Bereich mit Stroh einstreut. „Sie rennen den ganzen Tag im Stall herum, da nehmen sie den witterungsbedingten Dreck mit hinein.“