Avanti Tankstelle: Bürgermeister sagt Unterstützung zu. Neue Verhandlung könnte zwei Vorteile bringen: Ende der Belästigung für die Anrainer und freier Blick auf das Stift.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 15. Februar 2017 (05:02)
NOEN, Hornstein
Der Umbau der Avanti-Tankstelle beim Stifts-Kreisverkehr erfolgte nach einem Bescheid im Dezember 2010. Zu der Verhandlung für die Betriebsstättengenehmigung wurden aber keine Anrainer eingeladen.

Der Blick von der Wienerstraße auf das Stift Klosterneuburg ist der erste Kontakt von Besuchern der Babenbergerstadt. Dieser Blick wird aber durch die „Avanti-Tankstelle“ beim Stifts-Kreisverkehr erheblich gestört. Durch die Neuaufrollung der Betriebsstättengenehmigung besteht nun die einmalige Chance, diese Blickachse massiv zu verbessern.

Durch einen Fehler der Bezirkshauptmannschaft Klosterneuburg wurden vor Jahren keine Anrainer zur Verhandlung der Betriebsstättengenehmigung der „Avanti-Tankstelle“ geladen. Das muss jedoch sein, damit die Anrainer ihre Rechte wahrnehmen können. Jahre später flog dieser Fauxpas durch Zufall auf. Nun muss neu verhandelt werden.

„Wir servieren der Stadtgemeinde eine echte Chance, den identitätsstiftenden Blick auf das Stift Klosterneuburg zu bekommen“, so die Anrainer Fritz Siedl und Gustav Holdosi, deren eigentliches Anliegen es ist, die Belästigungen durch die 24-Stunden-Tankstelle abzustellen. Ihnen geht es eigentlich um die Licht- und Lärmbelästigung der Tankstelle rund um die Uhr, und ihre Anliegen wurden auch schon als zurecht bestätigt. Anrainer Siedl: „Das wird erst alles ein Problem, wenn die vielen Wohnprojekte in unserem Viertel realisiert werden. Dann werden aus acht Anrainern nämlich 250, und das macht einen großen Unterschied.“

Vordach und Werbung verdecken Blick

Aber auch die Stadtgemeinde äußerte sich im Rahmen der Ortsbildentwicklung enttäuscht darüber, dass der Blick stadteinwärts kommend auf der Wienerstraße, auf das Stift Klosterneuburg durch Vordach und Werbesäule massiv verstellt wird.

„Wir unterstützen die Stadtgemeinde, und die Stadtgemeinde unterstützt uns“, so der Schlachtplan der Anrainer, die sich noch diese Woche mit Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager zusammensetzen wollen.

Lokalaugenschein wurde anberaumt

„Je schöner diese Blickachse wird, umso besser. Daher bin ich mit diesem Ansinnen durchaus einverstanden“, will Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager die Anrainer unterstützen, schränkt aber ein: „Ich möchte aber einer rechtlichen Abwicklung durch eine andere Behörde nicht vorgreifen.“

Für Donnerstag, 23. Februar beraumte nun die zuständige Behörde, die Bezirkshauptmannschaft Tulln, einen Lokalaugenschein ein. Mit dabei Vertreter der Stadtgemeinde, der Bezirkshauptmannschaft und die Anrainer.