B14-Baustelle: Radfahrer aus der Busspur!. Busspur ist seit März auch für einspurige Kraftfahrzeuge zu benützen. Aber nicht für Radfahrer.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 07. April 2021 (04:21)
Auch wenn es noch so verlockend ist: Das Radfahren auf der Busspur ist verboten und wird polizeilich bestraft. 
Wagner

 Offensichtlich problemlos läuft der Verkehr auf der B14 trotz der großen Einschränkungen durch die Sanierung der Hangbrücke. Mag sein, dass durch Corona und vor allem durch den aktuellen Lockdown das befürchtete Verkehrschaos ausgeblieben ist – sicher ist es aber auch der perfekten Organisation des Verkehrs zuzurechnen. Auch verkehrstechnische Nachbesserungen, wenn sie durchführbar und sinnvoll sind, werden realisiert.

„Mich wundert, dass es dort noch nicht ordentlich gekracht hat.“ Bernhard Karner, zu der nun geschaffenen Möglichkeit, zur Avanti- und OMV-Tankstelle zuzufahren.

So gibt es jetzt wieder eine Möglichkeit, zur Avanti- und OMV-Tankstelle zuzufahren. Doch der Klosterneuburger Bernhard Karner sieht hier auch eine Gefahrenstelle: „Mich wundert, dass es dort noch nicht ordentlich gekracht hat.“ Auf der zweispurigen Straße, auf die man hinausbiegen will, ist nämlich noch bis zur Ortstafel Klosterneuburg ein Überholverbot und ein 30er. Wahrscheinlich deshalb, damit man dort sich einreihen kann.

Auch wenn es noch so verlockend ist: Das Radfahren auf der Busspur ist verboten und wird polizeilich bestraft. 
Wagner


„Aber es hält sich niemand an den 30er und an das Überholverbot schon gar nicht. Ab dort, wo es zweispurig wird, geht der Wahnsinn los. Wenn man dort weiter 30 fährt, dann wird man angeblinkt und angehupt, ja zum Teil auch schon in der Baustelle noch“, schildert Karner die Situation. Ab und zu sei die Polizei dort. Aber das wäre viel zuwenig. Karner plädiert dafür, eine Section Control wie in anderen Baustellen, zum Beispiel auf der Südosttangente, einzurichten.

Einspurige KFZ dürfen Busspur benützen

Einen Erfolg verzeichnet Verkehrstadtrat Johannes Kehrer: Seit Mitte März dürfen einspurige Kraftfahrzeuge die Busspur benützen. „Dieser Wunsch ist mehrfach aus der Bevölkerung an mich herangetragen worden. Ich habe das noch vor Betriebsstart der Baustelle mit der Verwaltung der Stadtgemeinde besprochen und dann bei den laufenden Gesprächen mit der MA 29 eingebracht“, berichtet der Verkehrsstadtrat auf Nachfrage der NÖN. Nun dürfen Motorräder die Busspur benützen.

„Radfahrer dürfen zwar die PKW-Spur benützen, nicht aber die Busspur.“ Michael Scharf, Polizeikommandant

Nicht aber Radfahrer. NÖN-Leser haben beobachtet, dass sich auch Radfahrer auf der Busspur befänden. „Das ist verboten“, weiß der seit 1. April diensthabende Kommandant der Polizeiinspektion Klosterneuburg, Michael Scharf. Radfahrer dürfen zwar die PKW-Spur benützen, nicht aber die Busspur. Aber auf der PKW-Spur Rad zu fahren sollte auch vermieden werden. Scharf: „Das wäre nicht zielführend. Die PKW-Spur ist im Baustellenbereich viel zu schmal und deshalb gefährlich.“

Die Kuchelauer Hafenstraße wäre für die Radfahrer optimal, oder, wenn man gerade nicht mit dem Rennrad unterwegs sei, der Radweg über die provisorische Radbrücke. Der Radweg ist nämlich nicht asphaltiert.