Klosterneuburg

Erstellt am 15. März 2019, 02:20

von Christoph Hornstein

B14 Sperre: FPÖ fordert Brückenbau. Freiheitliche Wirtschaft will eine Behelfsbrücke in der Zeit der B14-Blockade zur Entlastung des Verkehrs.

Vom Gewerbegebiet nach Langenzersdorf braucht es eine Brücke. Jedenfalls nach Meinung der FreiheitlichenWirtschaft.  |  privat

Die Angst vor dem drohenden Verkehrs-Chaos ab Dezember auf der B14 hält die Diskussion um eine Brückenverbindung zwischen Klosterneuburg und Korneuburg am Köcheln. Die Sanierung der Hangbrücke, die nach ersten Prognosen fast zwei Jahre in Anspruch nehmen wird, bringt jetzt die Freiheitliche Wirtschaft auf den Plan.

Die FPÖ ist nun mit der Wirtschaftskammer aufseiten derer, die eine Donaubrücke nach Korneuburg für unbedingt notwendig halten und sie daher vehement fordern.

Seit vielen Jahrzehnten wird über eine Donaubrücke zwischen Korneuburg und Klosterneuburg diskutiert. Am Ende des Tages kam bis heute nichts heraus. Die ersten Gespräche im Jahre 1906 wurden von Otto Wagner übernommen. In der Stadtplanung Wien aus dem Jahr 1911 kann man die erste Verbindung zwischen Strebersdorf und Klosterneuburg finden.

„Klosterneuburg braucht eine Sonderlösung für die Zeit der Kastration der B14.“ Gottfried Scherer, FW NÖ

„Jetzt sind die Weichen endlich anders gestellt. Ohne eine Donaubrücke wird Klosterneuburg einen Verkehrsinfarkt erleiden“, ist Gottfried Scherer von der Freiheitlichen Wirtschaft überzeugt, dass zunächst als Bypass eine Behelfsbrücke über die Donau gebaut werden soll, um eine Ausweichmöglichkeit zu erhalten.

Leider werde laut Scherer alleine die Planung einer solchen Verbindung von einigen Mitgliedern des Gemeinderates als Katastrophe gesehen. Die Idee einer Brücke für Radfahrer werde von der selben Fraktion als toll betrachtet, die die tatsächliche Umweltkatastrophe durch den Dauerstau in Abrede stelle, Visionen einer Invasion aus Korneuburg vorgaukle und die Zerstörung der Au bei einem Brückenbau als Notwendigkeit betrachte. Scherer spricht dabei die Ablehnung der PUK (Plattform Unser Klosterneuburg) für eine Brückenverbindung nach Korneuburg an.

„Visionen sind für die Damen und Herren dieser Plattform etwas nicht Existentes. Wir benötigen Visionen, um das Chaos zu verhindern“, so Scherer weiter, „Klosterneuburg braucht eine Sonderlösung für die Zeit der Kastration der B14.“ Immer nur verhindern und dagegen sein bringe keine Lösung. Ideen wären gefragt.

Alte Ideen werden hervorgeholt

Die Freiheitliche Wirtschaft gräbt als Lösung eine alte Idee aus. Über den Anschluss Kreisverkehr Umfahrung soll die Brücke das Gewerbegebiet mit Langenzersdorf (siehe Bild) verbinden.

„Die Lösung wurde bereits einmal aufgezeigt und hat den Vorteil, dass sehr wenig Natur in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch ein Radweg auf der Brücke ist unter Umständen möglich. Man muss es nur wagen und nicht immer alles negativ sehen“, meint Gottfried Scherer und wähnt sich damit einer Meinung mit der Wirtschaftskammer.