Betrüger probierte es mit Enkeltrick. Täter gab an, sich in argen Geldnöten zu befinden. Bei geplanter Übergabe wurde Opfer skeptisch. Polizei leitet Fahndung ein.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 20. Juni 2018 (05:10)
NOEN, shutterstock/Christine Bird
Ein unbekannter Mann gab sich als Enkel in Geldnot aus. Opfer behob 19.000 Euro, bei Geldübergabe kontaktierte die Person aber den echtenEnkel.

Aufpassen heißt es für ältere Personen in Klosterneuburg. Vergangene Woche wurde eine hochbetagte Person Opfer eines „Enkeltricks“. Der echte Enkel schlug dann aber Alarm.

Ein Mann gab sich als Enkel aus und dass er sich in einer finanziellen Notlage befände. Er brauche dringend die Unterstützung seiner Großeltern. Eine Person werde vorbeikommen, die dringend benötigte Finanzspritze übernehmen und diese auch sicher zu einem Notar bringen.

Opfer kontaktierte den echten Enkel

Die Person machte sich auf gleich auf den Weg, um das Geld zu besorgen, und behob bei der Bank insgesamt 19.000 Euro. Rasch musste es gehen, denn am Abend desselben Tages sollte auch schon die Übergabe erfolgen. Pünktlich um 17.30 Uhr klingelte dann der „gutmütige Geldvermittler“ an der Tür der dementen Person, um das Geld für den Enkel auch abzuholen. Das Opfer ließ ihn aber am Gartenzaun warten und kontaktierte seinen echten Enkel. Der wusste von der Transaktion natürlich nichts und riet daher, die Tür zu versperren.

Der unbekannte Täter ließ aber nicht locker und versuchte das Opfer zur Geldübergabe zu drängen. Als die ältere Person dann nicht entsprechend reagierte, verließ der falsche Enkel das Grundstück. Währenddessen wurde die Polizei verständigt und eine Fahndung nach dem Täter eingeleitet.

Ein Nachbar konnte sogar eine Beschreibung des Täters erstellen. Es handelte sich um einen 35- bis 40-jährigen Mann, etwa 170 bis 175 Zentimeter groß. Er sprach mit ausländischem Akzent, hatte einen Dreitagesbart, trug eine dunkle Hose, ein blaues langärmeliges Hemd und hatte eine schwarze Umhängetasche bei sich.