Distance Learning: Aus dem Frühjahr gelernt. Die Erfahrungen aus dem vorigen Semester sollen in den nächsten Wochen in den Klosterneuburger Schulen helfen. Mit Corona im Hinterkopf wurde der Schwerpunkt vermehrt auf Digitalisierung gesetzt.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 18. November 2020 (03:39)
Die Schulen bleiben zu. In den nächsten Wochen werden Schüler über den Computer unterrichtet. Betreuung wird angeboten.
NÖN

Mit bloß zwei Tagen Anlaufzeit wurde der Schulbetrieb diese Woche auf Distance Learning umgestellt. Mit der Erfahrung aus dem Frühjahr wollen die Klosterneuburger Direktoren die nächsten Wochen meistern. Kein leichtes Unterfangen, denn viel Vorbereitungszeit blieb nicht. Am späten Samstagnachmittag wurde die Entscheidung verkündet, schon am Montag mussten die Schüler mit allen notwendigen Materialien ausgestattet sein.

Am BG/BRG Klosterneuburg hat es noch vergangene Woche, also gerade rechtzeitig vor dem Lockdown, Kurse über die Online-Plattform für die gesamte Unterstufe gegeben. „Wir wissen, dass Distance Learning für Eltern, Schüler und Lehrer herausfordernd ist, aber wir werden das gemeinsam schon gut machen“, zeigt sich Direktorin Hemma Poledna zuversichtlich. Jetzt gilt es, das Beste aus der Krisen-Situation zu machen. Einfach wird das nicht, gibt die Schulleiterin zu – denn auch mit dem besten Fernunterricht könne man den Alltag im Schulhaus nicht komplett ersetzen. Poledna: „Schüler brauchen einfach den persönlichen Unterricht.“ Deswegen hat die Direktorin gehofft, dass die Schulen mit einer allgemeinen Maskenpflicht offenbleiben können.

„Wir wissen, dass Distance Learning für Eltern, Schüler und Lehrer herausfordernd ist, aber wir werden das gemeinsam schon gut machen“

Damit hat auch Sabine Geyrhofer, Direktorin der Volksschule Albrechtstraße und der Mittelschule Hermannstraße, gerechnet. Aber: „Aus dem vorigen Semester haben wir gelernt, dass sowas ganz schnell kommen kann und man immer darauf vorbereitet sein muss. Wir leben schließlich in Pandemie-Zeiten“, meint Geyrhofer.

Mit Corona im Hinterkopf haben Volks- und Mittelschulen dieses Semester einen noch größeren Schwerpunkt auf Digitalisierung gesetzt – sowohl für Schüler als auch für Lehrer. Gerade bei den Jüngsten ist Distance Learning aber nur mit Unterstützung möglich. Geyrhofer: „Wenn man einem Volksschul-Erstklässler ein Email oder ein Video schickt, braucht man die Eltern zum Vorlesen oder Play-Drücken.“ Bei Bedarf wird es in der Schule Betreuung geben – dafür sind in der Albrecht-Volksschule rund 15 Prozent der Schüler angemeldet, in der Hermann-Mittelschule sind es drei Kinder, und damit weit weniger als ein Prozent.

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