Doch kein Testlauf für Hangbrücke. In der Ferienwoche wurden Vorarbeiten zur B 14 Sanierung erledigt. Test für den Ernstfall ab 30. April war das keiner.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 12. Februar 2020 (04:12)
Ab 30. April gibt es die Teilsperre auf der B 14 zur Sanierung der Hangbrücke: 23 Monate Baustelle.
Claudia Wagner

Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer konnte mit der Teilsperre in den Semesterferien keine Schlüsse für die echte Baustelle ziehen.
NÖN

Mit gemischten Gefühlen erwarten die Klosterneuburger die Teilsperre der B 14. Der Start der viel diskutierten Sanierung der Hangbrücke, ab dem Kahlenbergerdorf steht heuer auf dem Programm. In den Semesterferien gab’s dafür schon einen kleinen Vorgeschmack: Erste Vorarbeiten wurden durchgeführt und pünktlich am Sonntag abgeschlossen.

Dabei haben sich einige Autofahrer darüber gewundert, warum man trotz einspuriger Fahrbahn Richtung Klosterneuburg keine Bauarbeiter zu Gesicht bekommen hat. Die Erklärung liefert Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer: „Die Arbeiten wurden unter der Brücke durchgeführt. Es ging dabei um Arbeiten, die zur Absicherung der Bahn während der tatsächlichen Sanierungsarbeiten der Hangbrücke dienen sollen.“ Man wolle hier vorbeugen, damit es zu keinen Komplikationen und Beeinträchtigungen des Zugverkehrs während der Bauarbeiten kommt.

„Es ging zwar alles reibungslos ab, aber als Testlauf kann man die Sperre in der Semesterwoche nicht sehen.“ Johannes Kehrer, Verkehrsstadtrat (PUK)

Trotz Semesterferien und dem damit verbundenen schwachen Verkehr kam es zu Staus. Auch – wie verärgerte Autofahrer anmerkten – wegen der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. „Darüber haben wir keinen Einfluss. Das wird bei den Verkehrsverhandlungen so bestimmt“, erklärt Kehrer, fast entschuldigend.

Man ist verleitet, die einspurig geführte Straße als einwöchigen Testlauf für die Monster-Teilsperre zu sehen. Für Kehrer ist das aber nicht so: „Es ging zwar alles reibungslos ab, aber als Testlauf kann man die Sperre in der Semesterwoche nicht sehen, denn diese Woche ist nicht repräsentativ, weil es wesentlich weniger Verkehr gab.“ Man könne also wenig Schlüsse für die „echte“ Baustelle ziehen.

An den Eckdaten der Sanierungsarbeiten und der damit verbundenen Bausperre habe sich laut Kehrer nichts geändert. „Mir ist nichts Gegenteiliges bekannt. Die Baustelle und Teilsperre beginnt mit 30. April, und die Dauer der Sanierung wird noch immer mit 23 Monaten angegeben.“