E-Car-Sharing: Geteiltes Auto-Glück . Ende September startet das Projekt mit vorerst einem Elektroauto auch in Klosterneuburg. FP-Stadtrat Josef Pitschko ortet bereits jetzt einen Flop der Stadtgemeinde.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 05. August 2017 (05:40)
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Ende September soll das E-Car-Sharing auch in Klosterneuburg starten. Vorerst mit einem Elektroauto.

Immer öfter sieht man Elektroautos auf den Klosterneuburger Straßen fahren. Ab Ende September soll ein weiteres dazu kommen. Und dieses können dann auch alle Klosterneuburger nützen. Denn mit diesem Wagen startet das Projekt „E-Car-Sharing“ in der Babenbergerstadt.

Dieses neue Angebot stößt allerdings nicht bei allen auf ungeteilte Freude. Denn für FP-Stadtrat Josef Pitschko zeichnet sich mit diesem Projekt der nächste „Flop auf Kosten der Steuerzahler“ ab.

Projekt startet diesen Herbst

Denn neben den Kosten, die jeder, der beim E-Car-Sharing mitmachen muss, zahlen muss (siehe Infobox), kommen auch auf die Stadtgemeinde Kosten zu. Denn ihrem Partner bei diesem Projekt, dem Verein Fahrvergnügen, zahlt die Stadtgemeinde jährlich 3.600 Euro sowie einmalig 3.800 Euro mit einer Laufzeit von vier Jahren. Weiters erhält die Wien Energie GmbH jährlich 1.440 Euro für die E-Ladekarte zum Auftanken des Elektroautos. Für die drei E-Stromtankstellen, die derzeit errichtet werden, kommen Kosten in Höhe von 16.707 Euro auf die Stadtgemeinde zu.

Dies sind nur einige Gründe, warum die FPÖ dieses Projekt ablehnt. „Für das E-Car-Sharing der Stadtgemeinde und allen weiteren Teilnehmern steht ein einziges Fahrzeug zur Verfügung“, so Pitschko. Außerdem befürchtet er, dass durch die Nutzung durch die Stadtgemeinde, die pro Jahr 280 Gratis-Stunden erhält, kaum noch jemand anderer das Auto nutzen werde können.

„Das Jahr hat 8.760 Stunden, und das Auto steht grundsätzlich 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Da bleibt genügend Zeit für andere Benutzer“, kontert Stadtrat Roland Honeder. Er sieht im neuen E-Car-Sharing, das nach den derzeitigen Planungen Ende September starten soll, ein komplementäres Produkt zu anderen Öffis, das bereits vielerorts bestens funktioniert. „Es ist ein zukunftsweisendes System. In Wien, zum Beispiel, fahren mehrere hundert solcher Autos. Daher denke ich nicht, dass es in Klosterneuburg nicht funktionieren wird“, so Honeder.