Klosterneuburg

Erstellt am 11. März 2017, 05:12

Eine Ausstellung gegen Geldgier und Korruption. “Moneyart“: Monika Stahl reflektiert in ihrem Werk den Stellenwert von Geld in unserer materialistischen Gesellschaft.

„The Wall“ ist als Protest gegen Geldgier und Korruption gedacht – und als Anregung, sich aus der Fessel des Geldes zu befreien.  |  NOEN, Moneyart

In einer beachtenswerten Ausstellung im Stadtmuseum setzt sich die Klosterneuburger Künstlerin Monika Stahl – inspiriert vom Schlüsselwerk „Haben oder Sein“ des Sozialpsychologen Erich Fromm – kritisch mit Materialismus und dem Stellenwert von Geld in unserer Gesellschaft auseinander.

Stahls „Moneyart“ fand bereits international Beachtung, Werke wie „TaxVamp“, „The Star“ oder die „MoneyEater“ waren in Wien, Strasbourg, Tokio und Brisbane zu sehen. Die Klosterneuburgerin und Autodidaktin entwickelte ihre eigene künstlerische Methode, das Canvasrelief. Dabei erzeugt sie mittels Leinen ein Relief, das sie hauptsächlich mit weißer Acrylfarbe überarbeitet.

"The Wall" ist einer der Höhepunkte

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist „The Wall“, ein Symbol des Materialismus. Sie spiegelt wider, wie sehr Geld unsere Gedanken bestimmt und dass wir ihm kaum entkommen können. Die Besucher können sich auf einem Teil der Wand selbst verewigen und ihre Gedanken zum Thema Materialismus niederschreiben und anbringen.

Einen weiteren Teil der Ausstellung bilden die „Humusbilder“. Geld, so Stahl, ist ebenso wie Humus totes Material. Und wie dieser kann es eine Schnittstelle bilden. Schon ein kleiner Geldbetrag kann Projekte zum Wachsen bringen.

„Moneyart“ von Monika Stahl ist noch bis 19. März im Stadtmuseum ausgestellt. Weitere Werkschauen für 2017 sind von Heinz Zwazl und Christa Oswald geplant.