Klosterneuburg

Erstellt am 31. Dezember 2016, 05:06

von Christoph Hornstein

Eschensterben: Lebensgefahr von oben. Auf der Korneuburger Seite der Au fallen ohne Vorwarnung Eschen um. Warum das in der Klosterneuburger Au nicht so dramatisch ist, erklärt der Stifts-Oberförster.

Oberforstmeister Hubertus Kimmel gibt für Klosterneuburg Entwarnung.  |  NOEN, Stift Klbg

„Alles Gute kommt von oben.“ Diesem Spruch darf man nicht trauen, vor allem, wenn man im Kor-neuburger Auwald spazieren geht. Denn dort lauert eine Gefahr, die nicht zu unterschätzen ist und vor der Nikodemus Colloredo-Mannsfeld, Guts- und Forstdirektion Sierndorf, warnt: „Ein österreichweiter Pilzbefall der Esche lässt diese ohne Vorwarnung umfallen. Es besteht akute Lebensgefahr für alle Waldbesucher der Donau-Auwälder in Korneuburg, die ab sofort für die Öffentlichkeit gesperrt sind.“

Zusätzlich zum seit Längerem bekannten Eschensterben aufgrund einer Pilzinfektion faulen die Wurzeln unmittelbar am Stamm ab, sodass der Baum jeglichen Halt verliert und plötzlich umfällt. Die Ursachen sind noch nicht bekannt, jedoch erhofft man sich aus den bereits eingeleiteten Untersuchungen des Bundesamtes für Wald relevante Erkenntnisse zu baumrettenden Maßnahmen.

Klosterneuburger Au weniger betroffen

Die Donau-Au-Waldbesitzer, dazu zählt auch der Forstbetrieb des Stiftes Klosterneuburg, sind angehalten, ihre Eschen entlang von Wegen und im Wald umzuschneiden. Es besteht Lebensgefahr.

Für Klosterneuburg wird allerdings Entwarnung gegeben. Der Grund, warum die Klosterneuburger Au weniger betroffen ist? „Sie liegt rund ein bis zwei Meter tiefer. Dies bedeutet für die Baumwurzeln, dass diese sich in der Klosterneubuger Au mehr im Grundwasser befinden als in der Korneuburger Au. Die Esche hat es aber lieber trockener und wächst daher auf Korneuburger Seite. In Klosterneuburg ist die Pappel vorherrschend. Daher hat die Klosterneuburger Au-Vegetation nur wenige Eschen.