Essl Museum: „Nutzungskonzept ist unerlässlich“. SE-Geschäftsführer Gütlbauer: Zu früh für konkretere Aussagen, Gespräche laufen.

Erstellt am 17. August 2017 (03:13)
Die Ausstellungsräume im Essl Museum liegen brach. Die Stadtgemeinde hat ein Nutzungskonzept in Auftrag gegeben.
NOEN, Archiv

Zur Frage der Nachnutzung des seit Juli 2016 leer stehenden Essl Museums hat sich nun Michael Gütlbauer, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der SE-Sammlung Essl GmbH, zu Wort gemeldet.

Gütlbauer bestätigt, „dass derzeit Gespräche mit Vertretern der Stadtgemeinde Klosterneuburg über Pläne und Wünsche für eine künftige Nutzung des Essl Museums geführt werden.“ Daher sei es noch zu früh, um konkretere Aussagen treffen zu können, zumal bei der Dimension der nutzbaren Flächen im Museumsgebäude ein entsprechendes Nutzungskonzept unerlässlich erscheine.

Mit der Erstellung eines derartigen Nutzungskonzepts um über 7.000 Euro ist von der Stadtgemeinde das Architekturbüro Veit Aschenbrenner ZT GmbH beauftragt worden, was wiederum den freiheitlichen Stadtrat Josef Pitschko auf die Palme getrieben hatte (die NÖN berichtete).

Pitschko hatte unter anderem, die aufgrund eines Dringlichkeitsantrags von Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager erfolgte Auftragsvergabe kritisiert. Architektin Susanne Veit habe bereits den Auftrag der Albertina beziehungsweise der STRABAG-Kunststiftung für Umbauten im Erdgeschoß des Museums erhalten, so Pitschko.

Kulturstadtrat Konrad Eckl hatte der NÖN gegenüber die Erstellung eines Nutzungskonzepts befürwortet. Dessen Ziel sei genau das, was Pitschko moniere, nämlich die Erhebung konkreter Möglichkeiten. Wer das Kulturleben in Klosterneuburg kenne, so Eckl, wisse auch, dass Platzbedarf gegeben sei, etwa für die Bestände des Stadtarchivs. Das zu prüfende Mietangebot stelle daher eine Chance für die Stadt dar.

Das Gebäude wird derzeit nur von der Albertina als Depot genützt, die Ausstellungsräumlichkeiten liegen weiterhin brach.

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