Feinstaub: Acht Tage über dem Grenzwert. Bisher weniger Überschreitungen. Stadtrat Kehrer (PUK) skeptisch: „Trend nur schwer zu beurteilen, da Messstelle verlegt.“

Von Claudia Wagner. Erstellt am 07. November 2018 (04:09)
shutterstock/
2015 wurde die Messstation in Klosterneuburg vom Rand der Wiener Straße auf den P&R-Platz beim Bahnhof Kierling verlegt. Heuer hat Klosterneuburg die Grenze an acht Tagen überschritten.

13.000 Pkw fahren täglich am Stadtplatz, auf der B14 Höhe Stadtgrenze sind es rund 38.000. Und die hinterlassen ihre Spuren: Bei den Feinstaub-Werten ist die Babenbergerstadt österreichweit im oberen Spitzenfeld. Während das Land heuer über bessere Luft und den Rückgang der Immissionen jubelt, ist Stadtrat Johannes Kehrer (PUK) skeptisch: „Tatsächlich können wir in Klosterneuburg die Entwicklung der letzten Jahre nur schwer beurteilen, da die Messstelle 2015 vom Rand der Wiener Straße auf den P&R-Platz beim Bahnhof Kierling verlegt wurde, wodurch die Überschreitungen natürlich sprunghaft weniger wurden.“

Wetter bringt niedrigere Werte

Die niedrigeren Werte bisher – in Klosterneuburg sind es acht Überschreitungen – seien, so Kehrer, „laut Experten auf die Wetterlage des heurigen Jahres zurückzuführen“. Die unsichtbare Gefahr dürfe man nicht unterschätzen: „Allein in Österreich sterben jährlich knapp 6.000 Menschen an den Folgen der Feinstaub-Belastung, die schädliche Wirkung setzt bereits weit unter dem Erreichen der Grenzwerte ein.“

Feinstaub ist in Klosterneuburg eine Folge des Verkehrs. Kehrer: „Eine Verlagerung vom fossil betriebenen Pkw auf öffentlichen Verkehr, Rad- und Fußgeherverkehr ist notwendig.“ Und: „Nur etwa 16 Prozent sind Durchzugsverkehr, der Rest ist Quell- und Zielverkehr auf Gemeindegebiet.“