Fernwärme soll im Frühjahr 2020 starten. Der Ausbau der Naturwärmeversorgung geht weiter. Nach gewerberechtlicher Genehmigung startet nun der Bau der Biomasseanlage. Ab 2020 ist das Netz angeschlossen.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 10. April 2019 (04:01)
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Während nach wie vor im Stadtgebiet fleißig Fernwärmerohre verlegt werden, wird nach positiv abgeschlossener gewerberechtliche Genehmigungsverhandlung mit dem Bau der Biomasseanlage neben der Kläranlage Klosterneuburg begonnen.

Der Ausbau der Naturwärmeversorgung für Klosterneuburg geht weiter zügig voran: Anfang April wird die gewerberechtliche Genehmigungsverhandlung für das „Herzstück“ der nachhaltigen Fernwärmeversorgung – die Biomasseanlage im Klosterneuburger Gewerbegebiet – stattfinden.

Sie soll direkt neben der Klosterneuburger Kläranlage errichtet werden. Mit seinen zwei jeweils 4,5 Megawatt großen Biomassekesseln deckt die Biomasseanlage einen Großteil der benötigten Wärme für Klosterneuburg und bietet dabei noch genügend Ressourcen für den weiteren Ausbau.

„Im Endausbau kann sie nachhaltige, umweltfreundliche Wärme für umgerechnet 14.000 Haushalte produzieren“, verspricht EVN-Pressesprecher Stefan Zach. Eine positive Genehmigung vorausgesetzt, möchte die EVN noch im Sommer mit den Bauarbeiten der Biomasseanlage beginnen, damit die Anlage im Frühjahr 2020 ihren Betrieb aufnehmen kann.

„Im Endausbau kann die Biomasseanlage nachhaltige, umweltfreundliche Wärme für 14.000 Haushalte produzieren.“ Stefan Zach, EVN-Pressesprecher

Daneben wird auch der Ausbau der Naturwärmetrasse weiter vorangetrieben. Die wesentlichsten Bauabschnitte betreffen dieses Jahr die Verbindung der Haupttrasse mit der zukünftigen Biomasseanlage, und zwar in der Donaustraße – Garnison-straße – Schüttaustraße mit Anschluss des Areals der ehemaligen Magdeburgkaserne. Daneben geht es um die Verbindung von bereits errichteten Naturwärme-Teilnetzen in der Buchberggasse bis Gymnasium und Hölzlgasse bis Brennerstraße. Im Herbst wird das Netz dann noch im Bereich Hölzlgasse von Brennerstraße bis Langstögergasse sowie in der Schüttaustraße erweitert. Zach: „Die EVN und die Stadtgemeinde Klosterneuburg werden noch vor dem Sommer zu einer Informationsveranstaltung zum Heizwerk sowie zu den nächsten geplanten Schritten einladen.“

Das Klosterneuburger Naturwärmekonzept

Die Stadtgemeinde hat sich gemeinsam mit dem Stift Klosterneuburg und der EVN ein ambitioniertes Ausbaukonzept für die Naturwärmeversorgung vorgenommen: In den nächsten Jahren möchte die EVN rund 18 Millionen Euro in den Ausbau der Naturwärmeinfrastruktur investieren.

„Im Endausbau sollen in der Stadt Klosterneuburg jährlich bis zu 14.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Ein entscheidender, regionaler Beitrag zum nachhaltigen und umweltfreundlichen Umbau unseres Energiesystems“, zeigt sich der EVN-Pressesprecher begeistert.

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