Gemeinderat bessert Bausperre nach. Großbauten und großvolumigen Bauprojekten wird Riegel vorgeschoben. Neue Regelung hält vorerst zwei Jahre.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 04. Oktober 2017 (05:22)
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Kaum eine Stadt hat so intensiv mit dem Baudruck zu kämpfen wie Klosterneuburg. Dies veranlasste zuletzt Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager zu Gesprächen mit allen Fraktionen des Gemeinderates. Ziel war es eine gemeinsame Linie zu finden, um die bisher meist recht zahnlose Bausperre, zu verschärfen. Dies gelang nun in der letzten Gemeinderatssitzung – beschlossen durch die Mehrheit der ÖVP gemeinsam mit den Grünen und der SPÖ.

Zwei Jahre lang soll sie vorläufig dauern, die „Bausperre neu“. Die bereits zwölfte in der Amtszeit von Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager. Damit will die Babenbergerstadt auf organisches Wachstum im Wohnbau setzen und möchte Bauprojekte verhindern, die dem örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK) entgegenstehen könnten.

ÖVP, SPÖ, Grüne beschließen Sperre

Das sind unter anderem Großbauten und großvolumige Bauprojekte. Gleichzeitig soll damit während der Startphase zur Überarbeitung des örtlichen Entwicklungskonzepts die Pause-Taste gedrückt werden. „Während des Prozesses des örtlichen Entwicklungskonzeptes, in den die Bürger eingebunden sind, sollen schnelle Einreichungen verhindert werden, welche die Zielvorgaben unterlaufen könnten“, so Schmuckenschlager, der damit auch einen politischen Konsens in der Stadtplanung sucht.

„Die beschlossene Bausperre ist ein großer Schritt, um die Entwicklung unserer Stadt in geordnete Bahnen zu lenken“, ist SPÖ-Stadtrat Stefan Mann überzeugt. Unterstützung kommt auch von den Grünen. „Wir unterstützen diese Initiative ausdrücklich. Damit wird nach dem gemeinsam beschlossenen Startschuss zur grundlegenden Überarbeitung des ÖEK nunmehr ein weiterer notwendiger Schritt zur nachhaltigen Sicherstellung der Lebensqualität der Klosterneuburger Bevölkerung gesetzt“, ist Stadtrat Sepp Wimmer (Grüne) überzeugt.

„Die beschlossene Bausperre ist ein großer Schritt, um die Entwicklung unserer Stadt in geordnete Bahnen zu lenken“

Betroffen sind alle als Bauland-Wohngebiet und Bauland-Kerngebiet gewidmeten Bereiche, die keine Beschränkung auf Wohneinheiten aufweisen. Alle bis dato eingereichten Projekte werden nach gesetzlichen Grundlagen abgewickelt.

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