Globart Academy: Die Zukunft beginnt jetzt. Eröffnungswochenende mit vielen Impulsen für den Weg nach vorne.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 12. Oktober 2019 (03:18)
Warner Classics
Weltklasse-Pianist David Frey ist am Freitag, 11. Oktober im Rahmen der Globart Academy im Essl Museum mit Bachs Goldberg-Variationen zu hören.

Seit ihrer Premiere im Jahr 1999 hat sich die GLOBART Academy als international beachtetes Forum für Zukunftsthemen etabliert. Heuer startete die GLOBART Academy mit dem neuen Format „Leben Macht Sinn“, das in den nächsten drei Jahren jeden dieser Schlüsselbegriffe zum zentralen Thema macht. Der Auftakt mit „Leben“ erfolgte dieses Jahr in Klosterneuburg, wo das leere Essl Museum in einen künstlerisch-philosophischen Lebens-Raum und damit in ein soziales Labor zum gemeinsamen Denken, Verweilen und Experimentieren verwandelt wird. Am vergangenen Donnerstag fand im Essl Museum die offizielle Eröffnung der GLOBART Academy 2019 statt.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hob in ihrer Eröffnungsrede die „unglaubliche Vielfalt des Programms“ hervor. Die GLOBART Academy habe seit ihrer Gründung eine Wirkung „weit über die Grenzen hinaus, national und international“ entwickelt und sei eine Plattform, die „viele Impulse für den Weg nach vorne“ gebe, betonte sie. „Zukunft beginnt nicht morgen oder übermorgen, Zukunft beginnt im Moment, Zukunft verlangt ein Handeln im Hier und Jetzt“, so die Landeshauptfrau.

„Zukunft verlangt ein Handeln im Hier und Jetzt“. Johanna Mikl-Leitner, NÖ Landeshauptfrau

Weitere Redner der Eröffnung waren der Präsident der GLOBART Academy Hans Hoffer, der Klosterneuburger Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager sowie Theresia Niedermüller, Abteilungsleiterin in der Sektion Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt. Den Einführungsvortrag hielt der Philosoph, Autor und Professor Byung-Chul Han.

Unter den Titeln „(An)Organisches Leben. Beziehungen zwischen Leblosem und Lebendigem“, „Anthropozän. Zeitalter des Menschen“ (Donnerstag, 10., bis Samstag, 12. Oktober) sowie „Utopien. Träumen nach Vorwärts“ (Donnerstag, 17., bis Samstag, 19. Oktober) finden bei der GLOBART Academy jeweils Morning und Evening Lectures, Workshops in Form von „Rooms for Change“, Konzerte und Performances statt.

Referenten sind unter anderem Byung-Chul Han („Fest des Lebens“), Jeffrey Sachs („The Economy of Wellbeing: From Ancient Wisdom to Modern Solutions“), Avital Ronell („Roadkill: A Hyperbolic Exposure“), Friedrich von Borries („Archiv der Folgenlosigkeit“), Renée Schroeder („Was ist Leben?“), Van Bo Le-Mentzel („Konstruieren statt Konsumieren“), Albert-László Barabási („Clear Connections“), Christa Müller („Die Welt reparieren“) und Herbert Dreiseitl („Fluid Thinking für neue Ideen - Was können wir vom Wasser lernen?“).

Dazu kommen die Tanzperformance „Be-Coming“ von Saskia Hölbling, Johann Sebastian Bachs „Goldberg-Variationen“ BWV 988 in der Interpretation von David Fray (am 11. Oktoer um 20 Uhr), ein Konzert mit Werken von Franz Schubert und Anton Webern mit Christopher Hinterhuber und Rainer Honeck, das Kunstprojekt „Utopia Planitia“ mit Björn Dahlem und ein Vegetable Concert mit dem Wiener Gemüseorchester am Donnerstag, 17. Oktober um 20 Uhr.

David Fray zählt zu den Top-Stars der jungen Pianisten-Generation. Der 1981 in Tarbes (Frankreich) geborene Sohn
eines Kant-und-Hegel-Forschers und einer Lehrerin mit tschechisch-polnisch-finnischen Wurzeln begann mit vier Jahren Klavier zu spielen. Seine Studien bei Jacques Rouvier am Conservatoire National Supérieure de Musique in Paris beendete er mit Auszeichnung. Gefördert wurde seine Karriere von so bedeutenden Künstlern wie Dmitri Bashkirov, Paul Badura-Skoda, Christoph Eschenbach und Pierre Boulez. Er hat Bach erst sehr spät für sich entdeckt, dennoch ist er heute der vielleicht inspirierteste und auf alle Fälle originellste Bach-Spieler seiner Generation. Aber Achtung: Während des Konzerts wird von ihm kein Huster toleriert.

Karten und Informationen unter www.globart-academy.at oder 01/5346287.