Brennholz: Heiß begehrt und völlig ausgebrannt

Erstellt am 02. August 2022 | 20:03
Lesezeit: 3 Min
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Heiße Ware, die mehr als begehrt ist: Holz für die kommende Heizsaison.
Foto: Heindl
Immer mehr Klosterneuburger wollen auf alternative Heizformen umsteigen. Vor allem Brennholz ist derzeit sehr gefragt und kaum noch wo in der Stadt oder im Bezirk erhältlich.
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„Holz ist das neue Klopapier“ – Mit dieser Aussage polarisierte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) vor einiger Zeit. Wenn man sich allerdings das eigene Umfeld oder in den Sozialen Medien umsieht, kann man diese Aussage bestätigen. Der Run auf das Heizmaterial Holz ist so groß wie nie.

„Im Holzbereich gibt es in Österreich einen Engpass, da hier ein Hortungs-Effekt zum Tragen kommt und nicht kurzfristig nachproduziert werden kann.“ Oliver Eisenhöld Bereichsleiter Energie in RWA Raiffeisen Ware Austria

„Wisst ihr vielleicht, wo man in Klosterneuburg noch Brennholz bekommen kann?“ – Diese Frage wird derzeit sehr oft in den Sozialen Medien gestellt. Vor allem beim Brennholz kann die derzeit große Nachfrage nicht mehr gestillt werden. Und das obwohl Klosterneuburg mitten im Wienerwald liegt und somit der Rohstoff regelrecht vor der eigenen Haustüre wächst. Das liegt vor allem daran, dass Brennholz nicht gleich nach der Schlägerung als Heizmaterial verwendet werden kann, sondern erst ein Jahr trocknen muss.

Dies bestätigt auch Oliver Eisenhöld, Bereichsleiter Energie in RWA Raiffeisen Ware Austria und Geschäftsführer Genol GmbH, einem der größten Anbieter von Brennholz im Bezirk: „Im Holzbereich gibt es in Österreich einen Engpass, da hier ein Hortungs-Effekt zum Tragen kommt und nicht kurzfristig nachproduziert werden kann, sondern das Holz bereits ein Jahr zuvor geschlägert wird. Viele lagern derzeit die vielfache Menge ein als zuvor. Dies betrifft auch Holzbriketts.“

Weniger dramatisch sieht die Situation derzeit noch bei Pellets aus. Zwar ist auch bei diesen die Nachfrage seit dem Frühjahr stark gestiegen, der Markt kann aber durchwegs abgedeckt werden.

Sparmöglichkeiten im eigenen Haushalt

Aber auch wenn man für die kommende Heizsaison noch genügend Brennholz vorrätig hat, wird das Thema Energie- und damit auch Geldsparen immer wichtiger. Mit – manchmal – ganz einfachen Handgriffen beziehungsweise Tipps kann man hier bares Geld sparen:

Die Reduktion der Raumtemperatur um ein Grad spart rund sechs Prozent Heizenergie.

Ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems kann auch bis zu 10% Energieeinsparung bringen.

Der Energiebedarf für Warmwasser ist nicht zu unterschätzen – auch hier kann es gute Potenziale geben.

In vielen Fällen sind die Heizungs- und Warmwasserleitungen im Keller ungedämmt. Diese Dämmung kann sehr einfach auch selbst angebracht werden.

Die meiste Einsparung kann natürlich durch eine Verbesserung der thermischen Hülle erreicht werden. Alleine die Dämmung der obersten Geschoßdecke oder des Daches kann über 30% Energiekosten sparen. Auch diese Maßnahmen werden großzügig gefördert.

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