Helikopter-Lärm nervt im Sachsenviertel . Anrainer im Sachsenviertel haben ein ganz besonderes Problem. Sie fühlen sich am Wochenende durch Hubschrauber-Lärm belästigt. Austro Control: „Der Luftraum ist frei.“

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 18. Juli 2018 (04:30)
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Hubschrauber-Lärm am Wochenende belastet die Anrainer im Sachsenviertel.
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Zum Wochenende soll es im Sachsenviertel rund gehen. Nein, es sind nicht die Grillpartys, sondern permanenter Hubschrauberlärm, der die Anrainer zu Weißglut bringt. Tun kann man allerdings laut Flugsicherungsbehörde „Austro Control“ dagegen wenig.

„Das ist ein Anschlag auf unsere Lebensqualität“, ist Nathalie Urban, Bewohnerin des Sachsenviertels, zornig über störenden Fluglärm am Wochenende. Und sie ist nicht allein. Derzeit will man sich im Viertel zusammentun, um dagegen anzukämpfen. „Im Halbstunden-Takt kreisen Hubschrauber über die Grundstücke der Anrainer, und das zum Wochenende, wo man sich eigentlich erholen will. Urban ist überzeugt, dass es sich um Fluggeräte von Privatfirmen handelt, die Flüge über Klosterneuburg verkaufen. Sie war bereits beim Bürgermeister und bei der Bezirkshauptmannschaft – leider ohne Erfolg. „Sie sagen, sie können nichts dagegen tun“, so Urban verzweifelt.

„Wer dort genau fliegt, ist nicht nachvollziehbar"

Und so ist es auch nach Meinung der Flugsicherungsbehörde „Austro Control“. „Wer dort genau fliegt, ist nicht nachvollziehbar. Der Luftraum ist frei“, so Pressesprecher Markus Pohanka. Das bedeute, dass man keine Genehmigung braucht, um dort fliegen zu dürfen. Allerdings gibt es Regeln, die eingehalten werden müssen. Pohanka: „In unbebauten Gebiet muss eine Flughöhe von 150 Metern und im bebauten Gebiete eine von 300 Metern eingehalten werden.“ Geschieht das nicht, kann Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde erstattet werden. Jeder Hubschrauber hätte ein Kennzeichen, das an der Heckflosse oder auch am Bauch des Helis abzulesen ist.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager kann hier nicht helfen: „Wenn ich nicht zuständig bin, kann ich auch nicht so tun, als würde ich hier Einfluss nehmen. Ich bin kein Politiker, der den Menschen Sand in die Augen streut. Nichtsdestotrotz werde ich mir für Frau Urban Zeit nehmen.“