Höhenflug und Zeitreise: Sensationsfund im Stiftsturm

Erstellt am 27. Juli 2022 | 05:29
Lesezeit: 2 Min
Im Zuge der Klosterneuburger Stiftsturm-Renovierung wurden zwei 150 Jahre alte Zeitkapseln gefunden.
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Seit über 900 Jahren schreibt das Stift Klosterneuburg Geschichte. Und entdeckt dabei immer wieder bislang unbekannte Facetten. Der neueste historisch wertvolle Coup: der Fund zweier verborgener Zeitkapseln. Von ihrem Inhalt erhofft man, mehr über die Türme der Stiftskirche zu erfahren.

Bislang weiß man darüber nämlich wenig. Was bekannt ist: Gotische Turmspitzen lösten im 19. Jahrhundert ihre romanischen Vorgänger ab. Baubeginn war 1881, so viel ist dokumentiert. Wie lang die Arbeiten dauerten oder wer der Architekt war, ist nicht überliefert. Die entdeckten Zeitkapseln könnten Antworten liefern.

Gewissheit wird es Mitte August geben

Noch ist aber Geduld gefragt: Eine Zeitkapsel ist bis jetzt ungeöffnet. Die zweite enthält eine Pergamentrolle, die Schrift dürfte auch 150 Jahre später gut lesbar sein. Gewissheit wird es Mitte August geben: Da wird nämlich das Pergament, das in 80 Metern Höhe verborgen war, erstmals entrollt – und so das Geheimnis der Geschichte gelüftet.

Der Fund ist spektakulär. Ebenso wie die Arbeiten, die das historische Dokument zutage gebracht haben: Im Zuge der Turm-Renovierungsarbeiten wurden die beiden 200 Kilogramm schweren Eisenkreuze abgetragen und die Zeitkapseln in der Kugel entdeckt.

Der Vergangenheitsfund stellt das Stift auch vor eine Zukunftsfrage. Nämlich: Welche Botschaft aus dem Jetzt will man mit künftigen Generationen teilen? Nach Abschluss der Arbeiten werden neue Zeitkapseln versteckt, noch wird überlegt mit welchem Inhalt.

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