Hofbauer gibt in Sachen "Happyland-Sanierung" nicht auf. Nach Einstellung der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bittet nun Gemeinderat Hofbauer mit Flugzetteln die Klosterneuburger um Mithilfe bei der Aufklärung.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 23. September 2020 (04:08)
Gemeinderat Peter Hofbauer beißt sich am Thema Happyland-Sanierung fest.
NOEN, NÖN

In Sachen Happyland-Sanierung lässt Gemeinderat Peter Hofbauer (Liste Peter Hofbauer) nicht locker. Mit einer Flugzettelaktion wendet er sich nun direkt an die Klosterneuburger Bevölkerung. Persönlich wird er sich auf die Straße stellen und die Informationen über den – seiner Meinung nach – „Happyland-Skandal“ verteilen. Hofbauer. „Alle haben w. o. gegeben. Ich gebe nicht auf.“

Mit der Einstellung der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft ist für viele das Thema Happyland-Sanierung ad acta gelegt. Nicht so für Gemeinderat Peter Hofbauer, der zwischen der Einstellungsbegründung der Staatsanwaltschaft und dem Rechnungshofbericht einen Widerspruch sieht. Die Einstellung der Ermittlungen basiert auf der Tatsache, dass der Stadtgemeinde Klosterneuburg „kein Schaden“ durch die mangelhafte Sanierung erwachsen sei. Im Rechnungshofbericht ist hingegen die Rede von einem „Multiorganversagen“, von Kostenüberschreitungen von 4,26 Millionen Euro bei einem Wegfall von Bauleistungen von rund 30 Prozent.

„Alle haben w. o. gegeben. Ich gebe nicht auf.“

Der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt hat, reißt Hofbauer zu einigen Spekulationen hin: „Ich schließe nicht aus, dass hier politische Einflussnahme im Raume steht.“

Mit dem Aufruf an die Bevölkerung will er informieren und die Klosterneuburger ersuchen, bei der Aufklärung mitzuwirken und Tipps über die weitere Vorgangsweise einzuholen. Er selbst hat vor, eine Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Staatsanwaltschaft zu erwirken: „Es sind in der Einstellungsbegründung Unwahrheiten über mich geschrieben worden. So habe ich bewusst nie von Korruption gesprochen, und die Behauptung, ich hätte keine eigenen Wahrnehmungen gemacht, ist mit unzähligen Fotos, die ich beigesteuert habe, widerlegt.“